Langstreckenfahrt Paris – Peking (Tag 6)


Pressefoto Mercedes-Benz (c) DaimlerChrysler AG

Maritime Momente an der baltischen Küste

Wenige Kilometer hinter der estnischen Grenze erreichte die E-Class Experience die baltische See. Bis zum Tagesziel in Tallinn führte die Strecke lange Passagen entlang der Bucht von Riga und ermöglichte dadurch immer wieder überraschende Blicke auf das Meer. Nur die niedrigen Temperaturen hielten einige Teilnehmer von einem spontanen Bad in den kalten Fluten ab.

Als sechstes von sieben Ländern auf dem Weg von Paris zum Ziel der ersten Etappe in St. Petersburg erreichte die E-Klasse Langstreckenfahrt heute Tallinn. Die Teams hatten die lettische Metropole Riga gegen 8.30 Uhr verlassen und folgten der “Via Baltica” weiter in nördlicher Richtung. Idyllische Seen, schmucke Holzhäuser im skandinavischen Stil und bunte Laubmischwälder prägten das Bild der etwa 100 Kilometer langen Strecke bis zur estnischen Landesgrenze. In vielen Autos drehten sich die Gespräche während der Fahrt, die wegen des häufig kontrollierten Tempolimits von maximal 110 km/h bis zum frühen Nachmittag dauerte, um den vergangenen Abend in der lettischen Hauptstadt. Die lebendige Atmosphäre der Metropole hatte manchen Teilnehmer ebenso überrascht wie die Offenheit ihrer Bewohner: „Ich war erstaunt, wie viele Menschen dort exzellent Englisch sprechen“, berichtete Iris Zimmermanns aus dem Ebay-Team, von ihren persönlichen Erfahrungen.

Auch Javier Reynagas Vorstellung von den östlichen Staaten Europas hat sich während der Tour gewandelt: „In meinem Kopf geisterten immer noch diese alten Bilder aus Zeitschriften und Fernsehen herum, auf denen man immer nur graue Gebäude und traurig aussehende Menschen sieht. Und nun schau ich hier überall in fröhliche Gesichter!“ Der 40-jährige Journalist schreibt für die mexikanische Tageszeitung „El Economista“ und pilotiert die einzige E-Klasse mit Sonderschutz von Mercedes-Benz Guard bis nach St. Petersburg. Das Modell verfügt neben schusssicheren Scheiben über einen Splitterschutz am Fahrzeugboden und ist mit einer besonderes wertvollen Ladung unterwegs nach Peking: Im Kofferraum befinden sich drei Magnumflaschen Champagner, mit dem in drei Wochen auf das Ende des Diesel-Marathons angestoßen werden soll. „Nach rund 14.000 Kilometern hat der edle Tropfen sicher eine ganz besondere Note“, vermutet Co-Pilot Friedrich Rubländer, Leiter der DaimlerChyrsler Servicegruppe GSP (Global Service and Products).


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Wenige Minuten hinter der estnischen Grenze erreichte der E-Klasse Tross gegen Mittag an der Bucht von Riga das Meer. Das rund 18.000 Quadratkilometer große Becken wird im Norden durch Estlands größte Insel Saaremaa von der baltischen See abgeschirmt. Bis nach Tallinn eröffnen sich für die Fahrer immer wieder überraschende Blicke auf das Meer. Hinter Plattenbauten im sozialistischen Stil gelangten einige Teileehmer über einen Abstecher direkt an die Wasserkante. Lediglich die niedrige Außentemperatur von unter neun Grad Celsius hielt einige Wagemutige davon ab, ihre Ankunft an der Küste mit einem spontanen Bad zu feiern.


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Kurze Zeit später gelangte der Tross zum nordöstlichsten Punkt des einst mächtigen Hansebundes. Die estnische Hauptstadt Tallinn, die von Finnlands Metropole Helsinki nur rund 90 Schifffahrtsminuten entfernt liegt, blickt auf eine ebenso lange wie bewegte Geschichte zurück. Dänische, deutsche, schwedische und russische Herrscher drückten der Stadt gleichermaßen ihren Stempel auf.


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Seit der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1991 stehen in ganz Estland die Zeichen auf Fortschritt. Parkgebühren per Handy zahlen, das Parlament per Mausklick wählen, Kabinettsitzungen im vernetzten System (E-Government) abhalten – der kleine baltische Staat ist zum weltweiten Pionier der Informationstechnologie geworden. Kein Wunder, dass sich in Tallin auch die Entwicklungsabteilung von Skype befindet, dem jungen Unternehmen, das mit seiner gleichnamigen Software kostenloses Telefonieren via Internet ermöglicht.

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