Langstreckenfahrt Paris – Peking (Tag 11)


Pressefoto Mercedes-Benz (c) DaimlerChrysler AG

Starke Schneefälle erforderten höchste Konzentration

(31.10.2006) Am elften Tag der „E-Class Experience“ überraschten starke Schneefälle die 36 Teams und verlangten den Piloten am Steuer ihre gesamte Fahrkunst ab. Auf den rutschigen und unübersichtlichen Pisten hatten die letzten Gruppen das Tagesziel erst nach 13 Stunden glücklich erreicht.

Bei der Abfahrt vom Vorplatz des Kasaner Kreml war von den kommenden Herausforderungen noch nichts zu ahnen: Das Wetter war bedeckt, aber freundlich. Die Magistrale 7, Richtung Perm, zeigte sich von ihrer malerischen Seite. Die Teilnehmer nahmen entspannt die ersten Kilometer unter die Räder, scherzten über Funk und gaben sich gegenseitig Tipps zu den schönsten Sehenswürdigkeiten am Straßenrand. Während außerhalb der Stadt die typisch russischen Holzhäuser sowie kleine Birkenwäldchen die Szenerie in eine pittoreske Stimmung tauchten, wechselte bald das Landschaftsbild. Weite Felder und ausgedehnte Waldgebiete setzten hinter der tatarischen Hauptstadt ihre typischen Akzente.


Pressefoto Mercedes-Benz (c) DaimlerChrysler AG


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„So ähnlich sieht es bei uns auch aus“, befand der Litauer Tomas Kuprys, einer der Teilnehmer von AutoBild. Für ihn, den Bürger eines ehemals sowjetischen Staates, hatte der Weg in Richtung Osten seinen ganz besonderen Reiz: „Es ist für mich sehr spannend zu erleben, wie meine Eltern früher gelebt haben. Während sich die baltischen Staaten weiterentwickelt haben, hat sich hier nicht viel geändert.“ Rund 250 Kilometer nach dem Start verließen die Russlandfahrer Tatarstan, um ihre Reise in Udmurtien fortzusetzen – einer Republik der Russischen Föderation, die sich durch eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt sowie durch reiche Erdöl- und Kohlevorkommen auszeichnet.


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Nur etwa 100 Kilometer weiter hatten die Teilnehmer keine Augen mehr für die landschaftlichen Reize: Plötzlich einsetzende starke Schneefälle veränderten schlagartig die Straßenverhältnisse. Jetzt mussten sich Michelin Pilot Alpin Winterreifen der Kennung MO (für „Mercedes-Benz Original“) einer ersten Belastungsprobe unterziehen. Mit Erfolg: Während die blitzschnell verschneite Umgebung bei den E-Klasse-Fahrern nur für das authentische Russland-Feeling sorgte, wurde der zunehmend glatte Untergrund für viele mangelhaft bereifte russische Verkehrsteilnehmer zur unkontrollierten Rutschpartie.

Jetzt war für alle Piloten höchste Konzentration am Steuer gefragt. Die – aufgrund der etwa 200 Kilometer vor Perm überschrittenen nächsten Zeitzone – früh hereinbrechende Dunkelheit verschärfte die Bedingungen zusätzlich. „Gut, dass wir in so einem sicheren und handlichen Wagen unterwegs sind“, betonte Tomas Kuprys erleichtert, nachdem er einige kritische Ausweichmanöver gemeistert hatte. Pradeep Paul, Journalist bei „The Strait Times“ aus Singapur, kennt die weiße Pracht nur aus dem Fernsehen und war froh, nach 300 Kilometern Fahrt auf Neuschnee endlich am Ziel einzutreffen: „Das war heute wirklich eine harte Tour“, bemerkte er etwas wortkarg. Etwa 10,5 Stunden benötigten er und sein Teamkollege aus Malaysia für die Gesamtstrecke und hatten damit noch Glück. Die letzten Gruppen erreichten erst nach 13 Stunden ihr Ziel: Perm, das ehemalige Molotow.


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Der Tross hatte hier das gute Gefühl, nach Hause gekommen zu sein: In der Stadt am Ural genießt der Name DaimlerChrysler einen besonders guten Klang. Im Oktober 2004 eröffnete DaimlerChrysIer Automotive Russia hier gemeinsam mit der deutschen Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte, der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft, dem Centrum für Internationale Migration und Entwicklung und der Staatlichen Technischen Universität Perm ein Ausbildungszentrum. Seitdem lernen hier Einheimische, wie westliche Spitzentechnologie funktioniert und erhalten auf diese Weise Anschluss an den weltweiten Fortschritt.

Für den nächsten Tag sind abermals kräftige Schneefälle vorausgesagt. Der Start zur letzten Tagesetappe der zweiten großen Etappe von St. Petersburg nach Jekaterinburg wurde daher vorsichtshalber um eine Stunde vorverlegt.

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