Langstreckenfahrt Paris – Peking (Tag 23)

Mittagsrast an der Großen Mauer


Pressefoto Mercedes-Benz (c) DaimlerChrysler AG

(12.11.2006) Auf ihrer Abschiedsetappe erlebte die vierte Gruppe einen Tag der Superlative: Die längste Tagesentfernung der gesamten Langstreckenfahrt von Paris nach Peking war heute zu absolvieren, es gab den ersten Kontakt mit der Großen Mauer, und mit 2965 Metern wurde auf der Passstraße vor Lanzhou auch der höchste Punkt der E-Class-Experience erreicht.

Vor den Start auf die letzte Etappe hatte die Tourleitung ein großes Fotoshooting gesetzt. Mitten im Gelände vor der Festung von Jiayuguan trafen alle Teilnehmer zum abschließenden Gruppenbild mit Fahrzeugen zusammen. Angesichts des eiskalten Windes waren alle Beteiligten, insbesondere die Fotografen, froh, dass die Aufnahmen schnell im Kasten waren.

Von Jiayuguan, einer erst vor 40 Jahren gegründeten Stadt, die heute schon 190.000 Einwohner hat und vom Eisenerz lebt, ging es Richtung Südosten zum Fuße des Qilian Shan Gebirges. Der Qilian Shan ist Teil der so genannten Südberge, der Nan Shan. Diese 6346 Meter hohe Gebirgskette erstreckt sich unter anderem über die Provinz Gansu und die Innere Mongolei. Auf der neuen, perfekt ausgebauten und fast leeren Autobahn legte der Tross die ersten 240 Kilometer schnell und entspannt zurück – auch wenn immer wieder Menschen ungeniert auf der Mittelleitplanke saßen, Körbe flochten oder Obst verkaufen wollten und durch dieses hier absolut übliche Verhalten eine vorsichtige Fahrweise erforderten.

Die Hinweisschilder mit chinesischen Schriftzeichen und englischen Texten beweisen jedenfalls den festen Willen zur Öffnung des Landes für Reisende aus aller Welt. Große gelbe Warntafeln erinnern daran, nicht einzuschlafen. Angesichtes der selten auftauchenden Fahrzeuge eine durchaus sinnvolle Warnung. Steinerne Gewächshäuser und sorgfältig gepflügte Äcker wiesen auf den fruchtbaren Boden in der Ebene von Gansu hin. Der Übergang von der Agrargesellschaft zur Industrienation ist hier überall zu spüren. Rund um die Industriestandorte wachsen die Städte und bieten den Bewohnern bessere Konsum- und Wohnmöglichkeiten, allerdings auch um den Preis einer starken Umweltbelastung, die zu sehen und zu riechen ist. Das Tuch über Mund- und Nase, das hier viele Menschen tragen, dient nicht nur als Schutz vor den allgegenwärtigen Sandwinden.


Pressefoto Mercedes-Benz (c) DaimlerChrysler AG


Pressefoto Mercedes-Benz (c) DaimlerChrysler AG

Nach 300 Kilometern verließ die Gruppe die komfortable Autobahn und steuerte über enge Landsträßchen den ersten Höhepunkt des Tages an: Pünktlich zur Mittagszeit, ideal für einen Zwischenstopp, wurden die ersten Überreste der Großen Mauer erreicht. Statt auf Touristen trafen die Teilnehmer auf einen örtlichen Schafhirten, der sich bereitwillig samt Herde und mit ausländischen Automagazinen in der Hand ablichten ließ. Die Ruinen lassen die gewaltige Größe des Bauwerks erahnen, mit dem das Land gegen die feindlichen Mongolen geschützt werden sollte.

Die einzigen Graffiti, die unterwegs in den Städten und Dörfern an die Wände gepinselt sind, stammen übrigens von China Telekom und werben für ihr Mobiltelefonnetz, das selbst im hintersten Winkel der Provinz den Handybetrieb ermöglicht. Eine Sonntagsruhe ist allerdings unbekannt. Überall wurde gearbeitet, alle Läden waren geöffnet, und auch der Straßenbau kam nicht zur Ruhe. Nur der ordentliche Anzug, den der Lkw-Fahrer genauso trägt wie der Mann an der Schaufel, deutete auf einen anderen Tag hin. Das Leben findet vor der einfachen Wohnung auf der Straße statt. Hier wurden Schuhe geflickt, Gemüse geputzt und sogar Pool-Billard gespielt. „Die Menschen machen einen sehr freundlichen Eindruck“, kommentierte Jim McCraw vom Internet-Magazin „Winding Road“ aus Detroit. „Es gibt hier zwar viele Polizisten, aber sie scheinen eher Bürger in Uniform zu sein als Obrigkeit. Vor allem tragen sie keine Waffen. Ich habe überhaupt während der gesamten Tour keine Waffen gesehen. China scheint ein friedliches Land zu sein.“ Sein Kollege Jamie Florez vom Magazin „Sobre Ruedas“ aus Miami pflichtet ihm bei: „Die Menschen sind mit viel weniger zufrieden, als wir es uns vorstellen können. Deshalb sollten wir China als Wirtschaftsmacht auch nicht unterschätzen.“


Pressefoto Mercedes-Benz (c) DaimlerChrysler AG


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Beide US-Amerikaner sind von den Fahreigenschaften ihres Mercedes-Benz E 320 BLUETEC restlos überzeugt. „Es gibt nichts Besseres, um lange Strecken zurückzulegen“, beteuert Jim McCraw. „Das erleben wir hier jeden Tag. Der Wagen ist groß genug, schnell genug und besonders sicher. Er hat bequeme Sitze, eine gute Klimatisierung und eine einfache Bedienung, die keine Rätsel aufgibt. Ich fahre in den USA oft Strecken über mehr als 750 Meilen. Mit einer E-Klasse steige ich danach erfrischt aus.“ Jim ist seit mehr als 40 Jahren im Job und weiß, wovon er spricht. Sein Mitfahrer Jamie Florez pflichtet ihm bei: „Besonders der Diesel mit seinem geringen Verbrauch und der hohen Laufruhe gefällt mir gut. Er ermöglicht Reichweiten von mehr als 1000 Kilometern. Es gibt keinen besseren Wagen für diesen Trip, höchstens noch einen SUV.“

Joachim Lindau, Leiter Fahrversuch E-Klasse, sieht sich in diesem Urteil bestätigt: „Wir wollten ein Auto bauen, mit dem jeder Normalfahrer entspannt reisen kann, ob auf Schnee, schlechter Wegstrecke oder anderen schwierigen Fahrbahnbedingungen. Die E-Klasse ist eine komfortable Limousine mit einer gutmütigen Grundabstimmung und serienmäßigen Assistenzsystemen, die dem Fahrer die entspannte Langstreckenfahrt ermöglichen.“ Jamie Florez ist davon überzeugt und hat sich seinen Wagen mit der Nummer 22 schon reservieren lassen: Er möchte ihn nach dem Ende der Langstreckenfahrt für seinen privaten Gebrauch unbedingt kaufen. „Von einem Besitzer vorsichtig nur bei schönem Wetter gefahren“, scherzte er beiläufig.


Pressefoto Mercedes-Benz (c) DaimlerChrysler AG


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Die Fahrt zum höchsten Punkt der Tour auf 2965 Metern wurde bei strahlendem Sonnenschein denn auch zum reinen Genuss in einer Landschaft, die an Andalusien in Spanien erinnerte. Sanfte Grashügel und bizarre Felsformationen sahen aus, wie von einer großen Hand eindrucksvoll geordnet. Die Ankunft in der Millionenmetropole Lanzhou hätte nicht gegensätzlicher sein können: Neue Hochhäuser, wimmelnder Autoverkehr und Baukräne bis zum Horizont sind auch hier Zeichen des rasanten Wachstums.

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