Börsenverbote

1. Verwenden Sie niemals verplantes Geld

Spekulieren Sie niemals mit Geld, das Sie für Investitionen in naher Zukunft benötigen. Schon durch den psychologischen Druck, daß das Geld für eine Anschaffung wichtig ist und auf keinen Fall weniger werden darf, fallen meist vernünftige klare Anlageentscheidungen schwer.

2. Folgen Sie niemals blind irgendwelchen Empfehlungen

Schon immer war ein Börsianer wesentlich besser beraten, wenn er seine Kaufentscheidungen nicht aufgrund von Gerüchten oder »heißen Tipps« fällt. Werden Sie selber zum Experten in Sachen Börse, so dass Sie selbständig eine Anlageentscheidung treffen können. Setzen Sie sich kritisch mit der Empfehlung auseinander, und stellen Sie sich die Frage, ob der Empfehlende nicht selber hieraus Profit erzielen möchte.

3. Werden Sie niemals übermütig

Achten Sie darauf, auch mal einen Gewinn zu realisieren. Denn häufig folgen auf extreme Kursausschläge technische Reaktionen in die Gegenrichtung. Sicherlich gibt es Beispiele wie jemand mit 100 Euro Startkapital Millionär geworden ist, aber dies ist eher die Ausnahme als die Regel. Vergessen Sie nicht, wie lange Kapital auf dem Sparbuch benötigt, um eine Rendite von 20 Prozent zu erzielen. Sehen Sie daher auch “kleinere” Gewinne als Erfolg an.

4. Kaufen Sie keine Aktien, die optisch billig sind

Vermeiden Sie Aktien zu kaufen, die von ihrem Höchstkurs bereits 20 oder mehr Prozent gefallen sind, in der Hoffnung, dass der Kurs bald wieder dort hinsteigt, wo er herkommt. Denn meist hat es seinen Grund, wenn ein Aktienkurs rapide einbricht. Beispielsweise könnten sich die fundamentalen Daten der Aktiengesellschaft drastisch verschlechtert haben, oder Insider wissen bereits mehr als das breite Börsenpublikum.

5. Seien Sie nicht in Ihrem Stolz verletzt

Sobald Sie merken, dass Sie eine Fehlentscheidung beim Aktienkauf getroffen haben, seien Sie ehrlich zu sich selber und revidieren Sie Ihre schlechte Anlageentscheidung umgehend. Auch wenn das nun für Sie »Verluste realisieren« bedeutet, ist das “Ziehen der Notbremse” für den langfristigen Börsenerfolg unumgänglich.

6. Verschieben Sie nicht die Verantwortlichkeiten

Suchen Sie keinen Dritten, den Sie für Ihre Kursverluste verantwortlich machen, sondern suchen Sie den Fehler bei sich selbst mit dem Ziel, diesen nicht ein zweites mal zu begehen. Wer keine Verantwortung übernehmen will, sollte die Finger von der Börse lassen!

7. Verwerfen Sie nicht Ihre persönliche Anlagestrategie

Ein jeder Investor sollte, angelehnt an seinen persönlichen Anlagezielen, eine eigene Strategie für seinen Börsenerfolg entwickeln. Schreiben Sie Ihre Strategie nieder und halten Sie sich diese in regelmäßigen Abständen vor Augen. Treffen Sie Ihre Entscheidungen konsequent nach Ihrer Anlagestrategie und verfeinern Sie diese durch die im Laufe der Zeit gewonnen Erfahrungen.

8. Spekulieren Sie niemals auf Kredit

Auch wenn es verlockend ist, die Gewinnchancen durch einen höheren Kapitaleinsatz zu steigern, kann der Versuch, diesen sogenannten Leverage-Effekt auszunutzen, schnell schief gehen. Dies ist der Fall, sobald die Börsenkurse sinken. Um den Kredit nicht zu gefährden, wird in der Regel ab einem bestimmten Verlust Ihr Wertpapierdepot »zwangsverkauft«. Was bleibt, ist ein Berg voller Schulden

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