Einmal Bundeskanzler sein

Wenn eine Partei in die Opposition gehört, dann ist es die SPD. Eine Partei, die jahrelang gegen die eigene Klientel handelt, muss sich nicht wundern, wenn ihre Umfrageergebnisse auf das Niveau einer Splitterpartei verkommen und sich eine „neue“ Partei links von der SPD positioniert. Ganz im Gegensatz zur SPD, habe die Grünen in der gemeinsamen (wenn auch vergangenen) Regierung durchaus ihre Wähler ordentlich bedient. Schließlich sind die Wähler der Grünen durchaus besser verdienende Bürger. Wer kann es sich schon leisten im Biomarkt einkaufen zu gehen? Keine Ironie, ich meine das durchaus ernst. Der Grün-Wähler von heute ist quasi ein FDP-Wähler mit Umweltgewissen. So kann die SPD in diesen Tagen tönen wie sie will. Aber das Ende der großen Koalition wird die Bundeskanzlerin Angela Merkel bestimmen. Niemand sonst. Die Drohgebärden der SPD verpuffen, weil sie wenig glaubwürdig sind. Wenn die Sozialdemokraten die Koalition jetzt verlassen würden und es Neuwahlen gäbe, dann würden sie eine vernichtende Niederlage erleiden.

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