Reisen: Sultanat Oman

Der Reisetip: Oman. Jetzt ist sie wieder da, die ungeliebte nasskalte Jahreszeit. Wer träumt da nicht von fremden Ländern, in denen die Sonne herrlich scheint, während draußen die Regenstürme toben? Wer als Weltenbummler meint, alles schon gesehen zu haben, irrt sich: Ein exklusives Reiseziel mit ganzjähriger Sonnengarantie findet sich z.B. im Sultanat Oman. Dabei ist Oman noch ein echter Geheimtipp für Reisende. Das Land an der Südostspitze der arabischen Halbinsel, heute wie im Altertum für beste Weihrauchqualität berühmt, lockt seine Besucher mit märchenhaften Hotels der Spitzenklasse.

Beeindruckende Wüstenlandschaften, die grünen Weiten großer Naturschutzgebiete, die zum anerkannten Weltnaturerbe der Unesco gehören, und bunte orientalische Märkte mit einer Vielzahl an Düften zeichnen das Land aus. Extreme landschaftliche Gegensätze locken Touristen mit unterschiedlichsten Reiseerwartungen in das Sultanat. Abenteuerliche Dhautouren, Höhlenerkundungen, Wüstentouren oder Highlights wie eine Kameltour oder Trekking in den Bergmassiven des Hajar-Gebirges erfüllen auch ungewöhnliche Urlaubsträume und lassen die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, von dem man noch lange erzählen und zehren kann.

Info-Link: www.omantourism.de

Wissenswertes über den Oman

Das Sultanat Oman liegt an der Südostküste der Arabischen Halbinsel. Es grenzt im Nordwesten an die Vereinigten Arabischen Emirate, im Westen an Saudi-Arabien und im Südwesten an Jemen. Die Küste wird begrenzt durch das Arabische Meer im Süden und Osten und durch den Golf von Oman im Nordosten. Die Hauptstadt ist Maskat und oberster Herrscher des Landes ist der Sultan, der das Amt des Staatsoberhaupts und Regierungschefs in sich vereint. Als eine Art Verfassung dient das 1996 von Sultan Qabus ibn Said erlassene „Basic Law of the State“.

Bevölkerung

Oman zählt 3,1 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung besteht zu etwa 75 Prozent aus Omanis, die meisten sind Araber, im Nordosten stammen viele auch aus Ostafrika. In den Hafenstädten leben zahlreiche Inder, Pakistaner, Bangladescher und Filipinos. Die Amtssprache in Oman ist Arabisch, es wird aber auch Englisch, Persisch und Urdu gesprochen. Ein Teil der Bevölkerung spricht auch einen Swahili-Dialekt, wie er in Ostafrika und auf Sansibar gesprochen wird. Indische Sprachen werden immer verbreiteter. Staatsreligion ist der Islam, andere Religionen werden geduldet. Der Großteil der Bevölkerung gehört dem Islam an, die Ibaditen machen mit 75 % den größten Teil aus, gefolgt von Sunniten, die aus dem Iran und dem Jemen zuwanderten. Ein kleiner Teil der Bevölkerung sind Schiiten, Christen, Juden und Hindu.

Geschichte

Oman war schon um 3000 vor Christus den Sumerern in Mesopotamien bekannt. Nach der Übernahme des Islams im 7. Jahrhundert wurde Oman Teil des Kalifats der Umayyaden und Abbasiden. Vor allem im Hinterland breitete sich die Sekte der Ibaditen aus, während Sohar zum bedeutendsten Handelszentrum der islamischen Welt aufstieg und Kontakte bis in das Kaiserreich China und nach Ostafrika pflegte. Nach der Zerstörung Sohars durch die Buyiden (965) wurde das Land mehrmals von persischen Eroberern besetzt, bevor im 16. Jahrhundert die Portugiesen die Kontrolle über die Küstenstädte erlangten.

Im Kampf gegen die Eindringlinge wurde Oman unter der Yaruba-Dynastie und der Said-Dynastie seit dem 17. Jahrhundert vereinigt. Nach der Vertreibung der Portugiesen stieg Oman zur Seemacht im Indischen Ozean auf und eroberte große Teile der ostafrikanischen Küste. Durch die Teilung des Reiches in das Sultanat Oman und das Sultanat Sansibar (1860) begann der wirtschaftliche Niedergang des Landes, der durch die konservative Politik der Sultane noch verschärft wurde. Erst mit Beginn der Erdölförderung und dem Regierungsantritt von Qabus ibn Said (1970) erfolgte eine umfassende Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Wirtschaft

Seit 1967 wird Erdöl exportiert, heute mit ca. 85 % des gesamten Exports Hauptexportgut des Landes, seit 1978 wird zusätzlich Erdgas gefördert. Weitere Exportgüter sind Fische, Metalle und Textilien. Importiert werden Maschinen und Fahrzeuge, Industriegüter und Lebensmittel. Seit Beginn der Ölexporte ist die Handelsbilanz positiv.

Die Erdölstätten liegen vorwiegend in den Wüsten im Inneren des Oman. Neben Erdöl ist das Land auch reich an Erdgas, das im Übrigen als Zukunftsdevise dienen wird. Die omanische Regierung hat für die Zeit nach dem Öl große Pläne bezüglich Gas. Die noch weitgehend unerschlossenen Erdgasvorkommen werden von offizieller Seite mit mehreren Milliarden Kubikmetern angegeben. Der Transport von Öl und Gas erfolgt über ca. 7.000 km Pipelines. Mina el Fahal bei Maskat ist der Ölexporthafen.

42 % der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft oder Fischerei, angebaut werden vor allem Datteln, Limetten, Granatäpfel und Tabak. Ein besonders ertragreicher Landstreifen im ansonsten eher unfruchtbaren Oman ist die Batinah-Ebene im Norden des Landes. Diese Region gilt als Agrarzentrum des Oman, mit einem kleinen Pendant im Süden: dem Gebiet um Salalah, das aufgrund des höheren Niederschlags landwirtschaftlich nutzbar ist. Auch im Hinterland des Jebel Akhdar-Gebirges gibt es stellenweise fruchtbare Täler, die jedoch mist nur für Dattelpalmen reichen.

Die Gewässer rund um den Oman sind sehr fischreich. Im Norden und Osten werden Schwert- und Thunfische im großen Stil gefangen, im Süden Haie. Allerdings gibt es strikte jährliche Fangquoten, um die Bestände nicht zu gefährden. Der Bergbau beschränkt sich auf den Abbau von Kupfer und ein wenig Chromit. Im Osten gibt es bei Al Ashkarah unweit von Sur Steinkohlevorkommen, die aber noch nicht erschlossen sind.

This entry posted in Reisen, Lifestyle und Freizeit. Entry Tags: , Bookmark the permalink. 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>