Thomas Kristan Das Risiko zu scheitern ist nicht größer als die Chance zu gewinnen!

11Aug/110

Der Gold-Crash ist vorprogrammiert

Krise wie aus dem Lehrbuch: Aktien verlieren und der Preis für die Feinunze Gold steigt auf 1.800 US-Dollar. Und jetzt gebe ich an dieser Stelle ein Versprechen ab: Der nächste Crash für Investoren ist vorprogrammiert. Denn charttechnisch gesehen hat der Preis für das gelbe Metall eindeutig den längerfristigen Aufwärtstrend verlassen. Nach oben! Quasi schießt der Goldpreis durch die Decke. Es ist völlig unerheblich, ob sich ein Kurs massiv nach oben (aktuell Gold) oder massiv nach unten (aktuell Aktien) bewegt, es gibt kaum ein deutlicheres Zeichen für eine Übertreibung.

Leider lässt sich der Zeitpunkt weder für ein Crash, noch für eine Übertreibung exakt prognostizieren. Panik und Gier lösen eine Eigendynamik aus, bei der die ordentliche Analyse passen muss. Das war in der vergangenen Tagen am Aktienmarkt nicht zu übersehen. Insider haben nur noch mit den Köpfen geschüttelt. Keine Frage, geht die Krise weiter wie bisher, dann wird Gold schon bald die 2.000-Dollar-Marke knacken. Und wenn nun ein wenig Besonnenheit in die Politik einkehrt? Die Möglichkeit ist nicht ganz ausgeschlossen. Oder? Natürlich, die aktuelle Krise ist morgen noch lange nicht vorbei und auch nicht übermorgen.

Doch mit jedem Dollar, den der Goldpreis weiter zulegt, wächst die Crash-Gefahr: Bevor die Masse der Anleger das begreift, haben Profis ihre Positionen schon auf den Markt geworfen. Der Kurs taucht ab und gerade die Investoren, die jetzt noch in Panik Gold kaufen, müssen dann ebenfalls ihre Verluste begrenzen. Die gleichen Panik-Investoren, die zuvor aus den Aktien geflohen sind, treten erneut die Flucht an. Der Kurs taucht noch weiter ab und erfasst schließlich die Massen. Und vielleicht ist schon bald in der BILD-Zeitung zu lesen: Die Jahrhunderthausse in Gold ist vorbei, verkaufen Sie jetzt ihre Goldbestände und investieren Sie in Aktien!

Noch besteht kein Grund zur Panik, aber Vorsicht ist angebracht. Kluge Anleger bleiben in Übertreibungsphasen investiert, bis klare Verkaufssignale entstehen. Und ein guter Rat am Schluss: Gold ist nur ein gelbes Metall, dessen mystische Bedeutung eine höhere Bewertung erfährt, als der industrielle Nutzen. Schwächen sich die Krisenszenarien ab, ist ein Kurseinbruch wahrscheinlich und diesen sitzen kluge Anleger besser nicht aus. Der Goldpreis könnte tiefer stürzen, als in diesen Tagen gedacht.

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