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Niedrige Zinsen machen den Hauskauf scheinbar erschwinglich. In einer ersten Kaufwelle kamen die Kapitalanleger und kauften jede Wohnung, die eine halbwegs ordentliche Rendite versprach. Durch die massive Nachfrage schossen die Preise für Eigentumswohnungen in Großstädten drastisch nach oben.

Die Verteuerung von Baugeld hat nun auch jene Menschen mobilisiert, die schon länger von Wohneigentum träumen, sich jedoch bisher nicht zu einem Kauf entschließen konnten. Jetzt fürchten sie steigende Finanzierungskosten. Fieberhaft suchen sie überall Objekte und bei den Banken steigen die Kreditanfragen. Es herrscht Hysterie.

Aber Achtung: Der Markt für qualitativ gute Immobilien ist leergefegt, geblieben ist lediglich der Immobilienschrott. Auf einen Neubau in der Großstadt kommen Hunderte von Kaufwilligen. Wer sich heute um jeden Preis Wohnungseigentum zulegt, erleidet unter Umständen später einmal schmerzhafte Verluste.

In München ist die Nachfrage noch größer!

Die Preise im Stadtkern sind absurd, in guten Lagen werden 10.000 Euro und mehr pro Quadratmeter aufgerufen. Selbst am Stadtrand ist Wohnraum für Normalverdiener unerschwinglich. Wer als Familie 100 Quadratmeter Wohnfläche braucht und „nur“ eine halbe Millionen Euro ausgeben kann, ist praktisch chancenlos. Derzeit kosten Wohnungen in Randlagen 6000 bis 7000 Euro pro Quadratmeter.

Und die Preise steigen weiter:

Auf ein schrumpfendes Angebot trifft eine größer werdende Nachfrage.