Apple

Apple und ExxonMobil machen sich gegenseitig immer wieder den Titel „Wertvollstes Unternehmen der Welt“ streitig. Derzeit darf sich der iPhone-Hersteller so nennen mit 458 Milliarden Dollar Börsenwert. Nach einer vorübergehenden Schwäche erstarkte die Aktie seit Mitte des Jahres, notiert mittlerweile wieder über 500 Dollar. Der Einstieg des berüchtigten Großinvestors Carl Icahn lockte andere Anleger. Analysten sind inzwischen mit den Apple-Geschäften ganz zufrieden. Das neue iPhone bricht Verkaufsrekorde. Wenn man Gerüchten glauben darf, wird aber die billigere 5c-Version zum Ladenhüter. Das alte Aktienhoch von 700 Dollar vor einem Jahr scheint bei allen Erholungsversuchen aber unerreichbar.

Exxon

Jahrelang war Exxon das teuerste Unternehmen weltweit. Doch derzeit langt es mit den 385 Milliarden Dollar Marktwert nur für Platz zwei. Der Ölmulti mit seinen Kraftstoffmarken Exxon, Esso und Mobil hängt am Ölpreis. Steigt er, sprudeln auch die Gewinne. Fällt er wieder, sehen das die Texaner nicht nur am eigenen Portemonnaie, sondern auch am Aktienkurs.

Google

Auf Platz drei folgt Google, der Internetkonzern bringt rund 300 Milliarden Dollar auf die Börsenwaage. Nach dem überraschend hohen Quartalsgewinn erreichte die Aktie am Freitag mit einem zweistelligen Kursplus die runde Marke von 1.000 Dollar. Längst beschränkt sich Google nicht mehr auf die Funktion einer Suchmaschine.
Der Konzern hat begriffen, dass sich nur über die Expansion in neue Geschäftsfelder das Internet dominieren lässt. Fast monatlich erobert Google eine neue Geschäftsnische – vom fahrerlosen Auto bis hin zur Computerbrille. Im Smartphone-Markt dominiert Google die Software-Seite – über das System Android, das von mehreren Herstellern genutzt wird.

Microsoft

Das viertgrößte börsennotierte Unternehmen ist Microsoft, mit 291 Milliarden Dollar Marktwert ist es Google dicht auf den Fersen. Den jüngsten Coup sehen Analysten aber skeptisch: die Übernahme des Handygeschäfts von Nokia. Es ist unsicher, ob sich der Kauf auszahlt. Die Nokia-Sparte hat strukturelle Probleme und muss erst durch einen umfangreichen Umbau in Form gebracht werden. Außerdem hat Microsoft Probleme, seine Tablets loszuwerden.

Berkshire Hathaway

Platz fünf geht an Warren Buffett, besser gesagt an seine Investmentfirma Berkshire Hathaway. Die wiederrum hat so illustre Aktien wie Coca-Cola und Heinz Ketchup im Depot. 288 Milliarden Dollar ist die Beteiligungsgesellschaft an der Börse wert. Warren Buffett hat in der Finanzkrise herzhaft investiert, hat durch den Kredit an Goldman Sachs, der längst mit Zinsen zurückgezahlt wurde, ein blendendes Geschäft gemacht.

Er hat sich seinerzeit auch die Option gesichert, Goldman Sachs-Aktien im Wert von bis zu fünf Milliarden Dollar zu kaufen. Einen Teil dieser Option hat der Milliardär nun gezogen: 13,1 Millionen Anteilsscheine gehen in Buffetts Besitz über, was gegenwärtig einem Wert von 2,1 Milliarden Dollar entspricht. Der Clou aus Sicht von Buffett: Er erhält die Papiere für 115 Dollar je Stück. An der Börse wurden sie jedoch am Dienstagabend noch zu 158 Dollar gehandelt. Nummer 1 der Einzelhandelskonzerne,

Walmart

Nummer 6 im Börsenranking: Walmart. Alle Aktien des Handelsriesen sind zusammen 247 Milliarden Dollar wert. Aber: Der weltgrößte Einzelhändler Walmart ist im zweiten Quartal nur noch im Ausland gewachsen, während die Umsätze im Heimatmakt USA zurückgingen. Das dürfte auch in den kommenden Monaten so bleiben, warnt das Unternehmen. Die Aktionäre sind enttäuscht.

Johnson & Johnson

Mit Kosmetik und Konsumgütern lässt sich ein Supergeschäft machen. Das beweist Johnson & Johnson, das derzeit einen Gegenwert von 257 Milliarden Dollar an der Börse einbringt und damit siebtgrößte Aktie wird. Johnson & Johnson profitiert vom Wachstum der zuletzt auf den Markt gebrachten Medikamente für Krebs, Hepatitis C und Blutgerinnsel.
Das machte eine geringere Nachfrage nach den Mitteln für ADHS und Sodbrennen wieder wett. Neben der Medizintechnik ist Johnson & Johnson für seine Pflege- und Hygieneprodukte bekannt. Etwa für die Mundhygiene-Produkte, die unter der Marke Listerine verkauft werden oder die Neutrogena-Salben.

General Electric

Auf Platz acht mit 251 Milliarden Dollar Marktwert kommt GE – General Electric. Der Name suggeriert Strom, doch es ist im Grunde ein Gemischtwarenladen: GE stellt von Kernkraftwerken bis zu Flugzeug-Triebwerken alles Mögliche her und ist auch als Finanzdienstleister tätig. Wenn der US-Mischkonzern General Electric (GE) ein echter Gradmesser der Konjunktur ist, brauchen sich Anleger keine Sorgen zu machen.

Im dritten Quartal stiegen die Aufträge in den wichtigsten Regionen der Welt zweistellig. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa verzeichnete GE deutlich mehr Bestellungen. Die Auftragseingänge erhöhten sich um 19 Prozent auf 229 Milliarden Dollar. Das ist der größte Auftragsbestand in der langjährigen Geschichte von General Electric. Bislang alles US-Konzerne.

Nestle und Chevron

Auf Platz neun endlich taucht Europa auf: die Schweizer Nestle, größter Lebensmittelhersteller der Welt. Doch der Konzern muss sich den Platz mit dem US-Konzern Chevron teilen, doch schon geringe Schwankungen im Aktienkurs und beim Dollar-Franken-Kurs können das zunichte machen. Chevron bringt wie Nestle derzeit rund 230 Milliarden Dollar Gewicht an der Börse auf. Wie ExxonMobil ist der Konzern stark abhängig von der Entwicklung des Ölpreises.

China Telekom

Chinas Firmen erstarken, haben es in der Vergangenheit oft unter die TopTen geschafft. Doch dazu reicht es momentan nicht. China Mobile beispielsweise ist nur 220 Milliarden Dollar schwer. Petrochina bringt es nur auf 214 Milliarden Dollar. Gegen die Mutter CNPC – China National Petroleum – gibt es Korruptionsvorwürfe. Ein belgischer Anleger verklagte deshalb die Tochter Petrochina. Sie soll gegen amerikanisches Wertpapierrecht verstoßen haben, indem sie die Korruptionsvorwürfe bewusst verschwiegen habe.

HSBC

Abgeschlagen auch die HSBC. Die britische Großbank ist an der Börse nur noch 201 Milliarden Dollar wert. Dabei stand sie einmal auf Platz eins im Forbes-Ranking der größten börsennotierten Konzerne. Aber das war 2008, als die Bankenkrise noch nicht die Kurse der Institute ins Wanken gebracht hatte. Europas größte Bank hat den Gürtel noch mal enger geschnallt, und das zahlt sich aus. HSBC präsentierte einen stattlichen Milliardengewinn – nach dem Geschmack der Börse hätte der aber noch höher ausfallen können.
HSBC hat seinen Gewinn im zweiten Quartal um gut 20 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar gesteigert. Vor Steuern verdienten die Briten sogar 14,1 Milliarden Dollar, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die britische Bank, die ihren Geschäftsbericht mit dem Slogan „Connecting customers to opportunities“ schmückt, kappt gerade zu einigen Kunden die Verbindung. Im Rahmen der Neuordnung von Geschäftsfeldern soll sie mehr als 40 ausländischen Botschaften und Konsulaten in Großbritannien Konten gekündigt haben, darunter auch dem Vatikan.
Offiziell will sich die Bank von jeder Art von Geldwäsche-Verdacht befreien. HSBC hatte im vergangenen Jahr eine Milliardenstrafe zahlen müssen. Die USA hatten der Bank vorgeworfen, über Jahre hinweg Geldwäsche unterstützt zu haben. Tatsächlich könnten es auch Maßnahmen sein, mit denen sich das Institut gegen einen Banken-Crash irgendwo im Weltfinanz-System wappnen will.

Stand: November 2013