Kaffee gehört in unseren Breitengraden ganz einfach zum kulturellen Leben und zum täglichen Genuss dazu. Vielleicht haben auch Sie gerade eine Tasse Kaffee, einen Cappuccino oder einen Latte Macchiato vor sich stehen, während Sie diese Zeilen lesen. In diesem Fall befinden Sie sich in bester Gesellschaft, denn Kaffee in jeder Form und zu jeder Zeit gehört zu den am meisten geschätzten Getränken. Jeder Deutsche verzehrt im Durschnitt einen knappen halben Liter täglich davon.

Den Ursprung hat die braune Bohne sehr wahrscheinlich in Äthiopien. Heute gehören Brasilien, Kolumbien und Vietnam zu den großen Lieferanten des Rohkaffees, aus dem letztlich die vielen verschiedenen Kaffeespezialitäten entstehen. Dass Kaffee in Deutschland und international ein enorm geschätztes Gut ist, zeigen die jährlichen Erntemengen. Allein 2015 wurden weltweit über 143 Millionen Sack Rohkaffee geerntet. Ein Sack entspricht dabei stolzen 60 Kilogramm. Gleichwohl ist Kaffee ein knappes Gut geworden, die äquatorialen Anbauflächen (Hochebenen) sind ganz einfach begrenzt.

Geld verdienen mit Kaffee

Hinter dem globalen Handel mit Kaffee steckt natürlich ein milliardenschweres Geschäft, von dem Sie – und hier kommen wir nun zur anfänglich erwähnten Dividende – profitieren können. Der Schlüssel zum „Kaffee-Gewinn“ sind Aktien der großen Kaffeehändler bzw. Kaffeeanbieter, die in Deutschland, aber vor allem international tätig sind. Aktien – mit globalen Kaffee-Geschäft – sind eine durchaus stabile Anlage, mit der Sie Ihr Vermögen – ob im kleinen oder größeren Maßstab – langfristig vermehren können.

Kaffee als Basis für Ihr Portfolio ist deshalb so interessant, weil sich hier seit Jahrzehnten ein kontinuierliches Wachstum eingestellt hat, der nicht abrupt enden wird. Kaum jemand wird in einer Wirtschaftskrise auf die Tasse Kaffee verzichten. Kaffee als Kulturgut wird erhalten bleiben und in seiner Bedeutung weiter steigen: Neue Konsumenten – zum Beispiel aus China und Indien – drängen auf den Markt.

Entscheidend sind natürlich die richtigen Unternehmen, von denen Sie Aktien erwerben. Wählen Sie die Marktführer der Branche, dann haben Sie ein großes Sicherheitspolster. Solche Konzerne verschwinden nicht einfach von der Bildfläche und lassen Sie auf wertlosen Aktien sitzen. Aktien in Kaffee sind kein Mittel, um schnell reich zu werden. Wollen Sie jedoch einen soliden und kontinuierlichen Gewinn erzielen, dann sind Sie mit solchen Aktien bei minimiertem Risiko bestens bedient.

Starbucks

Starbucks dürfte eines der bekanntesten Marken im Kaffeemarkt sein. Dabei ist die Geschichte des US-Unternehmen aus Seattle erst gut 40 Jahre alt.

Starbucks

Nestle

In jeder Sekunde werden auf unseren Planeten 30.000 Tassen Kaffee getrunken, bei einen Fünftel davon handelt es sich um Nescafé.

Nestle

McDonalds

Auch der berühmte Burgerbrater gehört zu den Nutznießern der braunen Bohnen. Unter dem Markennamen „McCafé“ werden weltweit in 15.000 Filialen Kaffeespezialitäten angeboten.

McDonalds

Das Kaffee-Imperium

Auch in Deutschland befindet sich ein großer Profiteur der Kaffeebohne, die Familie Reimann aus der Umgebung von Mannheim.

Seit 2012 engagiert sich die Unternehmerfamilie im Kaffeegeschäft und übernahm die US-amerikanischen Kaffeeröstereien und Kaffeehausketten Peet’s Coffee für 825 Millionen Euro und Caribou Coffee für 260 Millionen Euro. 2013 übernahm Reimann für 7,5 Milliarden Euro D.E Master Blenders 1753 (ehemals Douwe Egberts), den niederländischen Marktführer für Kaffee- und Teeprodukte, der auch Senseo-Kaffeepads herstellt.

Im Jahr darauf vereinbaren „D.E Master Blenders 1753“ und „Mondelēz International“ den Zusammenschluss ihrer Kaffee-Marken zu einem globalen Kaffeeunternehmen. Das entstehende Joint Venture, an dem Mondelēz International 49 Prozent halten wird, soll „Jacobs Douwe Egberts“ heißen und seinen Sitz in den Niederlanden haben. Jacobs Douwe Egberts kommt dann auf einen Jahresumsatz von rund 7 Milliarden US-Dollar und einem Weltmarktanteil von 8 Prozent.

Damit nicht genug: Ende 2015 wurde die Übernahme – zusammen mit weiteren Investoren – des US-amerikanischen Kaffeekapsel-Konzern Keurig Green Mountain für 13,9 Milliarden Dollar durch die Familie Reimann bekanntgegeben.

Kleiner Wermutstropfen

Wer sich an dieser deutschen „Kaffee-Story“ beteiligen will, muss jedoch in die Familie einheiraten. Das neue Kaffee-Konglomerat ist nicht an der Börse notiert.