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Bei Tabak-Produkten haben manche Anleger moralische Bedenken, andere zweifeln an den Perspektiven. Doch die Tabak-Konzerne wachsen weltweit weiter. Und erstmals bietet sich ihnen eine echte Alternative zum klassischen Zigarettengeschäft.

Um die Jahrtausendwende wusste kaum noch ein Anleger, auf wie viele Milliarden Dollar Schadenersatz die Tabakindustrie eigentlich verklagt war. Ein Gerichtsverfahren folgte dem anderen. Klar war: Die Unternehmen kommen nicht ungeschoren davon. Das größte Aufsehen erregte ein Urteil im Jahre 1998: Sagenhafte 246 Milliarden Dollar sollten die Konzerne verteilt auf die nächsten 25 Jahre bezahlen. Die Aktionäre waren damals zutiefst verunsichert, die Aktien sanken immer weiter, die gesamte Branche stand auf der Kippe – aber sie wurde nicht ausgedrückt. Die Klagen wurden oft revidiert, ganz aufgehoben oder die Zahlungen gestreckt. Um am wichtigsten: Die Raucher rauchten weiter.

Ohne Feuer und Rauch

Eine neue Chance tut sich mit Elektrozigaretten auf. Zwar noch im Anfangsstadium, scheint sich die E-Zigarette jedoch immer weiter zu verbreiten. Damit ergibt sich eine attraktive Wachstumsmöglichkeit, die zudem bisher weitaus weniger von den Behörden beschnitten wird.

Eine verlockende Sünde

Rauchen macht abhängig. Einige Aktienanalysten bezeichnen daher das Geschäftsmodell von Tabakfirmen als das beste der Welt. Die stetigen und hohen Einnahmen versprechen Aktionären jedenfalls eine ordentliche Rendite – und eine steigende.