Seite auswählen

Die Menschheit, jeder einzelne von uns, benötigt Energie. Die aktuelle Bevölkerungszahl liegt bei rund 7,4 Milliarden Menschen, noch ist die Schwelle von 9 Milliarden Menschen nicht erreicht. Aber was schon heute gilt, gilt auch für die Zukunft: Energie fließt nicht einfach nur so aus der Steckdose oder aus dem Zapfhahn. Weltweit gibt es Tausende von Unternehmen, die sich direkt oder indirekt mit dem Thema der Energie bzw. Energiegewinnung beschäftigen. Vielleicht denken Sie jetzt: „Wieso ausgerechnet Aktien aus dem Energiesektor? Die sind doch so was von out!“ Ja – vielleicht ist das richtig – für den Moment.

Energie – ein negativer Moment

Der Ölpreis liegt seit Ende 2014 am Boden und in Deutschland laufen eher negative Debatten um die Energieversorgung. Der Super-GAU von Fukushima und der damit verbundene Atomausstieg, macht den ehemals stolzen Stromversorgern wie EON oder RWE schwer zu schaffen. Die Energiewende ist nicht jedermanns Sache und es spricht nicht viel für ein Investment in Energie. Selbst Global Player, wie zum Beispiel der Münchner Allianz-Konzern, haben den Rückzug aus Investments im Energiesektor angekündigt: Tatsächlich verfolgt die Allianz eine Umschichtung – raus aus der Steinkohle und rein in Offshore-Windparks.

Energie – der Bedarf wächst

Allerdings besteht unsere Welt nicht alleine aus Deutschland und dann noch einmal der Verweis auf die Überschrift: Die Weltbevölkerung wächst unaufhörlich – jedes Jahr um die Bevölkerungszahl von Deutschland! Das sind rund 80 Millionen Menschen, Jahr für Jahr, auch die müssen künftig mit Energie versorgt werden. Einsparung und Effizienzsteigerung hin oder her, der Energiehunger wird zwangsläufig zunehmen. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht davon aus, dass der globale Energieverbrauch zwischen 2010 und 2040 um 50 Prozent zulegen wird.

Es muss ja nicht EON oder RWE sein

Ein langfristiges Investment scheint also nicht verkehrt. Der Rohstoff Öl wird noch auf Jahrzehnte hin eine tragende Rolle spielen. Der Ölpreis am Boden? Ein politischer Preis, u.a. weil die Saudis einen Preiskrieg gegen das „neue“ Ölförderland USA führen. Moderne Technologien (zum Beispiel Fracking) ermöglichen die Erschließung neuer und „alter“ Ölquellen. Das Öl aus dem Iran kommt offiziell in den Markt zurück. Russland fördert am Anschlag um Geld in die Kasse zu bekommen. Gleichzeitig stagniert die Nachfrage – für den Moment.

Der „Run“ auf Öl hat erst begonnen!

Davon werden über kurz oder lang die klassischen Ölförderer wie Exxon, Shell oder Total profitieren. Aber auch die Technologielieferanten der Branche, wie Schlumberger, GE oder Siemens.