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Kristan GmbH

Buchhaltung &
Existenzgründung
für München

Aktie

Anteilspapier, das wirtschaftliches Miteigentum an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital und somit am bilanziellen Gesamtvermögen der AG wird durch den Nennwert festgelegt. Der Marktpreis der Aktie entspricht hingegen dem börsentäglich ermittelten Kurswert – falls die betreffende Aktie börsennotiert ist.

Die Aktie bietet dem Inhaber zwei Ertragsquellen:

Zum einen die Dividende als dem Aktionär zustehende Beteiligung am Gewinn der AG, zum anderen die Möglichkeit auf einen Vermögenszuwachs durch einen steigenden Kurswert, wenn das Unternehmen profitabel arbeitet und die Aktie somit für einen breiten Anlegerkreis an Attraktivität gewinnt.

Aktienarten

Nach dem Kriterium der Übertragbarkeit unterscheidet man Inhaber-, Namens- und vinkulierte Namensaktien. Inhaberaktien können durch einfache Einigung und Übergabe übertragen werden. Dem die Urkunde präsentierenden Inhaber stehen sämtliche Aktionärsrechte zu.

Bei Namensaktien ist der Eigentümer auf der Aktienurkunde bezeichnet. Eine Eigentumsübertragung erfordert einen Übertragungsvermerk (Indossament) auf der Rückseite des Aktienmantels. Bei der Besitzübertragung an vinkulierten (gebundenen) Namensaktien ist neben dem Indossament noch die Zustimmung der AG erforderlich.

Nach dem Kriterium des Stimmrechts unterscheidet man Stamm- und Vorzugsaktien:

Stammaktien verbriefen das volle Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Bei Vorzugsaktien ist das Stimmrecht meist ausgeschlossen, dafür stehen dem Vorzugsaktionär eine höhere Dividende bzw. eine Garantiedividende und andere Vorrechte zu, zum Beispiel eine Bevorzugung bei der Liquidation der AG.

Die rechtlichen Bestimmungen in anderen Ländern können von denen in Deutschland abweichen: So gibt es zum Beispiel in Schweden mehrere Kategorien von Stammaktien mit einfachem oder mehrfachem Stimmrecht und in Italien die Sparaktie als Sonderform der Vorzugsaktie.

American Depository Receipt

Von US-Banken emittierte Hinterlegungsscheine, die das Eigentum an Aktien verbriefen. Ein ADR kann sich auf eine oder mehrere Aktien beziehen.

Belegschaftsaktien

An Mitarbeiter einer Aktiengesellschaft zu meist deutlich unter dem aktuellen Kurswert liegenden Vorzugspreisen ausgegebene Aktien. Sinn von Belegschaftsaktien ist neben der Vermögensbildung auch eine Beteiligung der Arbeitnehmer an Erfolg und Risiko des Unternehmens. Meist ist die Ausgabe von Belegschaftsaktien mit einer Sperrfrist verbunden, innerhalb derer die Aktien nicht veräußert werden dürfen.

Gratisaktien

Bei einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden offene oder stille Rücklagen der AG in dividendenberechtigtes Grundkapital umgewandelt. Die Aktionäre erhalten zusätzliche Aktien entsprechend ihrer vorherigen Beteiligung.

Da die Eigenmittel der Gesellschaft auf diese Weise nicht verändert werden, ist die häufig benutzte Bezeichnung „Gratisaktien“ irreführend:

Zwar braucht der Aktionär nichts für seine zusätzlichen Aktien zu bezahlen, doch er erhält auch nichts geschenkt. Zwar besitzt er nach der Kapitalerhöhung mehr Aktien als zuvor, der Wert der einzelnen Aktie vermindert sich jedoch entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung.

Penny Stock

In den USA übliche Bezeichnung für Aktien mit optisch sehr niedrigem Kurswert. Meist handelt es sich dabei um hochspekulative Papiere kleiner Unternehmen.