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Kristan GmbH

Buchhaltung &
Existenzgründung
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Anlagestrategie

Gezielte, längerfristig ausgerichtete Vorgehensweise zur Erzielung eines möglichst gewinnbringenden Anlageerfolgs an den Wertpapiermärkten.

Die Strategie richtet sich neben objektiven Kriterien, die die fundamentale und die technische Wertpapieranalyse liefern, auch nach finanzieller Situation und persönlichen Präferenzen des Anlegers.

Während der konservative Anleger in erster Linie festverzinsliche Wertpapiere und Standardaktien ins Depot nimmt, sucht der spekulative Anleger den schnellen Erfolg mit Nebenwerten und Optionsscheinen.

Konservative Geldanlage

Im Gegensatz zur spekulativen Anlagestrategie stehen bei der konservativen Geldanlage Sicherheit und Rendite im Vordergrund. Weniger der Erwerb als das Bewahren eines Vermögens ist das Anlageziel. Der konservative Investor meidet daher Wertpapiere mit hohen Verlustrisiken.

Neben Immobilien setzt er vor allem auf festverzinsliche Wertpapiere mit erstklassiger Bonität und auf internationale Standardaktien. Bei der Geldanlage in Aktien geht es dem konservativen Anleger nicht um die Realisierung schneller Kursgewinne, sondern um einen Vermögenszuwachs durch Wertsteigerung der Aktien über die Zeit.

Aus demselben Grund bevorzugt der konservative Investor Aktien, die überdurchschnittliche Dividendenrenditen abwerfen und sich seit vielen Jahren durch stetig steigendes Ertragswachstum auszeichnen. Gegenüber der spekulativen Anlagestrategie zeichnen sich konservative Formen der Geldanlage nicht zuletzt durch den wesentlich längeren Zeithorizont der einzelnen Investitionen aus.

Die Begrenzung von Verlustrisiken ist zwar auch für den konservativen Anleger wichtig, doch sichert er sich schon durch sorgfältige Auswahl möglichst risikoarmer Anlageobjekte gegen allzu schwerwiegende Einbußen ab.

Antizyklisches Vorgehen

Dem herrschenden Trend an den Wertpapiermärkten entgegengesetztes Anlageverhalten. Der antizyklische Investor kauft bei stark fallenden Kursen und verkauft im Aufwärtstrend.

Die zugrundeliegende Idee ist, dass sich auf diese Weise das Hauptziel des Anlegers erreichen lässt, bei möglichst tiefen Kursen zu kaufen und die Papiere später wesentlich teurer wieder zu verkaufen.

Spekulative Geldanlage

Im Gegensatz zu renditeorientierten konservativen Formen der Geldanlage steht bei der spekulativen Strategie die Erzielung hoher Kursgewinne im Vordergrund. Die Zeitperspektive ist meist kürzer als bei konservativen Investitionen, kann sich aber auch – zum Beispiel bei einer Turnaround-Spekulation – im Extremfall über mehrere Jahre erstrecken.

Die bevorzugten Anlageobjekte des spekulativen Investors sind auf dem Aktienmarkt Nebenwerte mit relativ niedriger Marktkapitalisierung und hohem Wachstumspotential, wobei er auf die Dividendenrendite – wenn überhaupt – nur am Rande achtet. Außerdem sind spekulative Anleger auf den Märkten für Derivate sehr aktiv. Wegen des hohen Risikos dieser Anlageformen ist die Absicherung gegen empfindliche Kurseinbußen für den spekulativen Investor unerlässlich.

Er arbeitet grundsätzlich mit Stopp-Kursen und limitierten Aufträgen, denn bei den von ihm bevorzugten Papieren sind geringe Umsätze an der Tagesordnung.

Substanzwertorientierte Geldanlage

Bezeichnung für eine Vorgehensweise an der Börse, bei der nicht die Ertragskraft von Unternehmen – etwa gemessen am KGV oder KCV – das entscheidende Auswahlkriterium ist, sondern ihr Substanzwert, der im Kurs-Buchwert-Verhältnis zum Ausdruck kommt.

Substanzwertorientierte Anleger konzentrieren sich auf solche Aktien, deren Buchwert in der Vergangenheit stetig gestiegen ist, und bei denen Grund für die Annahme besteht, dass dies auch so bleiben wird. Fällt der Kurswert solcher Aktien aufgrund äußerer Einflüsse zurück, etwa durch eine allgemeine Schwächephase an der Börse, ohne dass der Substanzwert Einbußen erleidet, so ist für solche Anleger, die stets langfristig disponieren, der ideale Kaufzeitpunkt gekommen.

Prozyklisches Vorgehen

Die prozyklische Strategie folgt dem Markttrend: Gekauft wird erst, wenn charttechnische Signale eine anhaltende Aufwärtstendenz anzeigen, mit dem Verkauf wartet der Prozykliker, bis der Trend sich klar nach unten gewendet hat. Ziel ist es, ausgeprägte Trends zu nutzen, möglichst am Anfang einer Aufwärtsbewegung zu kaufen und an deren Ende zu verkaufen.

Corner

Vom englischen Wort für Ecke abgeleitete Bezeichnung für eine spezielle Börsenstrategie:

Ein bestimmtes Wertpapier oder eine Ware wird von einer Gruppe von Spekulanten gezielt aufgekauft, um eine massive Verknappung des Angebots zu erzielen. Marktteilnehmern, die in diesen Waren oder Papieren Leerverkäufe vorgenommen haben, wird es so erschwert, die entsprechenden Titel zu erwerben.

Die Leerverkäufer werden mit dieser Strategie bildlich gesprochen „in die Ecke gedrängt“: Sie müssen letztlich jeden Preis zahlen, um ihre Vertragspflichten erfüllen zu können.