Kristan GmbH

Buchhaltung &
Existenzgründung
für München

Bezugsrecht

Nach § 186 Aktiengesetz hat der Aktionär das Recht, bei einer Kapitalerhöhung entsprechend seiner bisherigen Beteiligung am Grundkapital neue Aktien zu erwerben. Bei einer Kapitalerhöhung im Verhältnis 4:1 kann er daher für je vier bisher gehaltene Aktien eine neue zum festgelegten Bezugspreis erwerben.

Er muss aber nicht: Während des Bezugsrechtshandels kann er seine Rechte veräußern und den für die Bezugsrechte zu erlösenden Preis vereinnahmen. Nach § 186 Abs. 3,4 Aktiengesetz kann die Hauptversammlung mit einer Dreiviertelmehrheit auch einen Ausschluss des Bezugsrechts beschließen.

Bezugsfrist

Zeitraum von mindestens zwei Wochen zur Ausübung des Bezugsrechts. Während der Bezugsfrist kann sich der Aktionär entscheiden, ob er an der Kapitalerhöhung teilnehmen oder seine Bezugsrechte veräußern möchte.

Bezugsverhältnis

Relation zwischen der Zahl der „alten“ und der neu emittierten Aktien bei einer Kapitalerhöhung. Ein Bezugsverhältnis von 4:1 bedeutet zum Beispiel, dass Altaktionäre für je vier Altaktien eine neue beziehen können. Im Zusammenhang mit Optionsscheinen wird die Bezeichnung oft auch als Synonym für Optionsverhältnis gebraucht.

Spitzen

Überhang neuer Aktien bei einer Kapitalerhöhung, die nicht dem Bezugsverhältnis entsprechend auf die Inhaber der alten Aktien verteilt werden können. Über die Verwendung entstehender Spitzen entscheidet die Hauptversammlung.

Beim Aktionär entsteht eine Spitze, wenn die Zahl seiner Bezugsrechte nicht durch das Bezugsverhältnis teilbar ist (z. B. fünf „alte“ Aktien bei einer Kapitalerhöhung im Verhältnis 4:1). Er muss in diesem Fall zum Spitzenausgleich entweder eines seiner Bezugsrechte verkaufen, oder, wenn er zwei neue Aktien beziehen will, drei zusätzliche Bezugsrechte erwerben.

Verfallstermin

Allgemein Termin zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten. Bei Optionsscheinen und Optionen der letzte Tag der Laufzeit. Nach dem Verfallstermin werden Optionsrechte wertlos.