Kristan GmbH

Buchhaltung &
Existenzgründung
für München

Bilanz

Gegenüberstellung der Aktiva und Passiva eines Unternehmens zur Darstellung ihrer Vermögens-, Kapital- und Finanzstruktur.

Die Erstellung der AG-Bilanz unterliegt umfangreichen gesetzlichen Vorschriften, betreffend die Anordnung der einzelnen Bilanzpositionen, die Bewertung von Vermögensgegenständen etc.

Die sogenannten Bilanzkennzahlen, Verhältniszahlen aus Positionen der Aktiv- und/ oder Passivseite, gehören zu den meistbeachteten Kriterien der Fundamentalanalyse.

Buchwert

Der in der Bilanz ausgewiesene Wert von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Kurs-Buchwert-Verhältnis.

Buchgewinn

Ein Buchgewinn entsteht, wenn der Verkaufserlös eines Vermögensgegenstandes über dem Buchwert liegt. Im Börsenjargon wird auch ein noch nicht durch Verkauf realisierter Kursgewinn als Buchgewinn bezeichnet.

Buchverlust

Wird ein Vermögensgegenstand zu einem unter dem Buchwert liegenden Preis veräußert, so entsteht ein Buchverlust. In der Börsensprache werden auch noch nicht durch Verkauf realisierte Kursverluste als Buchverluste bezeichnet.

Cash-Flow

Wichtige Kennzahl zur Bewertung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cash-Flow setzt sich zusammen aus dem Jahresüberschuss, den Abschreibungen, den Veränderungen der langfristigen Rückstellungen und den Steuern auf Einkommen und Ertrag.

Cash

Die aus dem Amerikanischen übernommene Bezeichnung steht im Alltagsgebrauch für Bargeld, in der Börsensprache für den Bestand an flüssigen, nicht längerfristig angelegten Geldmitteln.

Eigenkapital

Im weitesten Sinn des Wortes umfasst das Eigenkapital alle Mittel, die den Gläubigern eines Unternehmens haften. Meist ist jedoch das sogenannte bilanzielle Eigenkapital gemeint, das sich nach der Formel berechnet: Vermögen – Schulden + Einlagen + einbehaltene Gewinne – Entnahmen – eingetretene Verluste.

Neben der Haftungs- und Garantiefunktion für den Gläubiger dient das Eigenkapital vor allem der Finanzierung von Vermögensgegenständen und Produktion.

Die Eigenkapitalausstattung eines Unternehmens ist ein wichtiges Kriterium für seine Finanzkraft und seine Fähigkeit, schwierige Zeiten einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Im Rahmen der Fundamentalanalyse spielt sie daher eine wichtige Rolle.

Fremdkapital

Summe aller Verbindlichkeiten eines Unternehmens, Passiva abzüglich Eigenkapital, eventuell um Wertberichtigungen korrigiert. Nach der Fristigkeit unterscheidet man kurzfristiges (z.B. Bankkredite, Verbindlichkeiten) und langfristiges (z.B. Anleihen, langfristige Kredite) Fremdkapital.

Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr von Unternehmen, hier insbesondere Aktiengesellschaften, deckt sich in Deutschland meist – jedoch nicht immer – mit dem Kalenderjahr. International, vor allem in den USA, ist die Zahl der Unternehmen mit vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahren größer als hierzulande, was zuweilen zu Missverständnissen führt:

Bei Angaben zu Quartalsergebnissen ist in den USA stets das Geschäftsjahr gemeint. Das „erste Quartal“ ist daher nur dann der Zeitraum von Januar bis März, wenn das Geschäftsjahr sich mit dem Kalenderjahr deckt.

Fiscal Year
International übliche Bezeichnung für Geschäftsjahr.

Rücklagen

Kapitalreserven eines Unternehmens, die zum Ausgleich eventuell in späteren Jahren anfallender Verluste dienen. Durch Bildung von Rücklagen soll verhindert werden, dass im Fall von Verlusten das Nominalkapital reduziert wird. Sie stellen daher für Gläubiger des Unternehmens eine Art Garantieposten dar, da sie das Risiko eines Konkurses vermindern.

Rücklagen werden in der Bilanz auf gesonderten Passivkonten ausgewiesen. Man unterscheidet zwischen gesetzlichen Rücklagen, deren Bildung der Gesetzgeber vorschreibt, und freien Rücklagen, die aus verschiedenen Gründen gebildet werden. In der Bilanz ausgewiesene Rücklagen (offene Rücklagen) sind zu unterscheiden von den sogenannten „stillen“ Rücklagen oder stillen Reserven:

Diese erscheinen nicht in der Bilanz, sondern sind in überhöhten Rückstellungen bzw. durch Unterbewertung von Vermögensteilen (z.B. Immobilien) „versteckt“. Bei der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden offene Rücklagen in dividendenberechtigtes Grundkapital umgewandelt, es erfolgt die Ausgabe neuer Aktien (Berichtigungsaktien) ohne Einzahlungen seitens der Aktionäre.