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Kristan GmbH

Buchhaltung &
Existenzgründung
für München

Arbitrage

Nutzung von Kursunterschieden eines Wertpapiers an verschiedenen Börsenplätzen am selben Handelstag. In Zeiten des Computerhandels und der schnellen Nachrichtenübermittlung hat die klassische Arbitrage viel von ihrer Bedeutung verloren.

Baisse

Aus dem Französischen übernommene Bezeichnung für eine über längere Zeit anhaltende Phase starker Kursverluste an der Börse. Seltener werden auch entsprechende Tagestendenzen als Baisse bezeichnet.

Blue Chip

Aus dem angelsächsischen Sprachgebrauch übernommene Bezeichnung für Standardaktien mit hohem internationalem Ansehen.

Book-Building-Verfahren

In der jüngsten Vergangenheit immer häufiger angewandtes Verfahren zur Festlegung des Emissionspreises von neu an der Börse eingeführten Aktien.

Beim Book-Building-Verfahren wird kein fester Preis vorgegeben, sondern Interessenten können innerhalb eines vorgegebenen Preisspektrums Zeichnungsangebote abgeben. Bei hoher Nachfrage wird sich der Emissionspreis am oberen Ende des Spektrums bewegen, und Interessenten mit zu niedrigen Geboten kommen nicht zum Zug.

Für die neu an die Börse kommende AG besteht allerdings auch die Gefahr, dass bei geringer Nachfrage schließlich ein niedrigerer als der ursprünglich angestrebte Emissionserlös erzielt wird.

Break-Even, Break-Even-Point

Englische Bezeichnung für Gewinnschwelle, also die Grenze, ab der ein Produkt oder ein Unternehmen einen Überschuss oder Gewinn erzielt. Im Börsensprachgebrauch oft im Sinn von Schwarze Null gebraucht.

Bruttosozialprodukt

Wert sämtlicher Güter und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraums hergestellt bzw. erbracht werden.

Hausse

Aus dem Französischen übernommene Bezeichnung für eine über längere Zeit anhaltende starke Aufwärtsbewegung an der Börse. Gegensatz: Baisse.

Eskomptiert – Vorweggenommen

Bereits seit längerem erwartete gute oder schlechte Nachrichten, die die Kursentwicklung eines Wertpapiers beeinflussen könnten, haben schließlich doch keine Auswirkungen, da sie durch die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer bereits im Kurs eskomptiert sind. Die Kursentwicklung wird durch das erwartete Ereignis also schon vor dessen tatsächlichem Eintreten beeinflusst.

Gratisaktien

Bei einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden offene oder stille Rücklagen der AG in dividendenberechtigtes Grundkapital umgewandelt. Die Aktionäre erhalten zusätzliche Aktien entsprechend ihrer vorherigen Beteiligung.

Da die Eigenmittel der Gesellschaft auf diese Weise nicht verändert werden, ist die häufig benutzte Bezeichnung „Gratisaktien“ irreführend: Zwar braucht der Aktionär nichts für seine zusätzlichen Aktien zu bezahlen, doch er erhält auch nichts geschenkt. Zwar besitzt er nach der Kapitalerhöhung mehr Aktien als zuvor, der Wert der einzelnen Aktie vermindert sich jedoch entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung.

Milchmädchenhausse

Scherzhafte Bezeichnung für den letzten Abschnitt einer allgemeinen Aufwärtsbewegung an den Börsen, wenn breite Bevölkerungsschichten, die sich ansonsten nicht an der Börse engagieren, in der Hoffnung auf immer weiter steigende Kurse Aktien kaufen.

Nebenwerte

Gängige Bezeichnung für die Aktien junger bzw. kleinerer Unternehmen, die international wenig bekannt sind oder wenig Beachtung finden. Gegensatz: Standardwerte, Blue Chips.

Käufermarkt

Bezeichnung für eine Situation an der Börse, die sich durch einen Überhang des Angebots gegenüber der Nachfrage auszeichnet. Die potentiellen Käufer sitzen somit „am längeren Hebel“, und die Kurse zeigen per Saldo eine sinkende Tendenz.

Verkäufermarkt

Beschreibung einer Situation auf dem Kapitalmarkt, die sich durch beträchtlichen Nachfrageüberhang bzw. durch rasch steigendes Nachfragevolumen auszeichnet. Gegensatz: Käufermarkt.

Der Bär

Im englischen Sprachraum verbreitete (bear) und von dort übernommene Bezeichnung für Personen, die mit fallenden Börsenkursen rechnen und „a la baisse“ spekulieren.

Der Bulle

Bezeichnung für den „Optimisten“ an der Börse, der mit steigenden Kursen rechnet und sich entsprechend engagiert. Wie sein Gegenstück Bär stammt auch der Bulle ursprünglich aus dem angelsächsischen Sprachraum.

Die Bärenfalle

Als Bärenfalle bezeichnet man ein Verkaufssignal, das sich im Nachhinein als Fehlsignal erweist. Der Bär tappt in die Falle, indem er auf fallende Kurse spekuliert, auf dem falschen Fuß erwischt wird und Verluste hinnehmen muss.

Die Bullenfalle

Das Gegenstück zur Bärenfalle. Ein falsches Kaufsignal lässt den Bullen auf steigende Kurse spekulieren, und er erleidet Verluste.

Performance

Bezeichnung für die Wertentwicklung eines Anlageobjekts über einen bestimmten Zeitraum. Performance-Analyse: Vergleichende Bewertung der Performance verschiedener Anlageobjekte.

Rallye

Gängige Bezeichnung für eine schnelle und kräftige Aufwärtsbewegung an der Börse.

Soft Landing

Ausdruck für einen bestimmten Verlauf der Konjunktur bzw. für die Hoffnung auf diesen Verlauf. Nach einer Phase der Hochkonjunktur kommt es nicht zur Rezession, sondern zu einem über längere Zeit anhaltenden moderaten Wirtschaftswachstum ohne nennenswerte Inflation, ohne markante Gewinneinbrüche bei den Unternehmen und ohne starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen.

Standardwerte

Gebräuchliche Bezeichnung für Aktien großer, Wachstums- und gewinnstarker Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung (Blue Chips).