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Option

Zeitlich begrenztes Recht, ein vom Vertragspartner festgelegtes Kauf- oder Verkaufsangebot wahrzunehmen oder abzulehnen. Kaufoptionen werden international als Call, Verkaufsoptionen als Put bezeichnet.

Für Teilnehmer am Optionshandel ist es wichtig, dass Optionen lediglich das Recht, nicht aber die Pflicht zur Ausübung umfassen. Daher stellt der Kaufpreis für die Option im Gegensatz etwa zum Leerverkauf (short selling) das maximale Verlustrisiko für den Optionsinhaber dar.

Optionsschein

Eigenständig beurkundetes Wertpapier, das dem Inhaber das Recht verbrieft

– ein bestimmtes Basisinstrument
– während einer bestimmten Frist (Optionsfrist)
– in einem bestimmten Verhältnis (Optionsverhältnis)
– zu einem bestimmten Preis (Basispreis)
– zu kaufen (bei Kaufoptionsscheinen/Calls) bzw.
– zu verkaufen (bei Verkaufsoptionsscheinen/Puts).

Mittels der Hebelwirkung bieten Optionsscheine die Chance, von Kursbewegungen des Basisinstruments – z.B. eine Aktie, ein Index, eine Anleihe – überproportional zu profitieren. Verkaufsoptionsscheine bieten neben der Spekulation auf fallende Kurse auch die Möglichkeit, ein Wertpapierdepot gegen starke Verluste abzusichern (Hedging).

Allen Optionsscheinen gemein ist die in den Optionsbedingungen fixierte Laufzeit: Im Gegensatz zu Aktien ist die „Lebensdauer“ von Optionsscheinen beschränkt, nach Ende der Laufzeit werden sie wertlos. Die Laufzeit ist nicht immer identisch mit der Optionsfrist, während der das Optionsrecht ausgeübt werden kann (europäisches/amerikanisches Optionsrecht).

Da der Optionsschein nur Rechte, nicht aber Pflichten verbrieft, kann der Optionsscheininhaber sein Optionsrecht ausüben, muss aber nicht. Das maximale Verlustrisiko beschränkt sich auf den Kaufpreis für die Optionsscheine.

Die Ausübung ist nicht die einzige Möglichkeit zur Realisierung von Optionsscheingewinnen: Da Optionsscheine eigenständig verbriefte Rechte sind, können sie während der Laufzeit jederzeit an Dritte veräußert werden.

Optionsverhältnis

Gibt die Zahl der Optionsrechte pro Optionsschein an. Es legt die Anzahl von Basisinstrumenten bzw. bei Währungsoptionsscheinen den Betrag der Fremdwährung fest, die pro Optionsschein gekauft oder verkauft werden können. Ein Optionsverhältnis von 1:1 bei einem Aktien-Kaufoptionsschein bedeutet zum Beispiel, dass pro Optionsschein eine Aktie bezogen werden kann.

Bei einem Optionsverhältnis von 1:5 benötigt man fünf Scheine zum Bezug einer Aktie, lautet das Verhältnis 2:1, so können pro Schein zwei Aktien bezogen werden. Statt von Optionsverhältnis ist in der Wirtschaftspresse oft auch von „Bezugsverhältnis“ die Rede. Streng genommen trifft diese Bezeichnung jedoch nur bei Kaufoptionsscheinen zu, da Verkaufsoptionsscheine nicht zum Bezug, sondern im Gegenteil zum Verkauf des Basisinstruments berechtigen.

Optionsbedingungen

Sie regeln die Details der Ausübung von Optionsrechten. Insbesondere sind in den Optionsbedingungen Laufzeit, Art des Optionsrechts (europäisch oder amerikanisch), Optionsfrist, Optionsverhältnis und Basispreis festgelegt.

Optionsfrist

In den Optionsbedingungen festgelegter Zeitraum zur Ausübung von Optionsrechten. Nicht in jedem Fall identisch mit der Laufzeit eines Optionsscheins (europäisches/amerikanisches Optionsrecht).

Optionsrecht

In den Optionsbedingungen festgelegtes Recht zum Kauf oder Verkauf eines Basisinstruments. Bei Optionsscheinen ist zwischen europäischem und amerikanischem Optionsrecht zu unterscheiden.