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Kristan GmbH

Buchhaltung &
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Innerer Wert

Der innere Wert, auch Substanzwert oder Parität genannt, gibt den tatsächlichen Wert eines Optionsrechts bei der Ausübung an. Er errechnet sich bei Calls nach der Formel: Aktueller Kurswert des Basisinstruments – Basispreis, bei Puts entsprechend: Basispreis – aktueller Kurswert des Basisinstruments.

Bei einem anderen Optionsverhältnis als 1:1 muss auch dieses in die Berechnung mit einbezogen werden. Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Der innere Wert eines Kaufoptionsscheins mit einem Optionsverhältnis von 5:1 (Fünf Optionsscheine sind zum Bezug eines Basisinstruments nötig) und einem Basispreis von 100 Euro, dessen Basisinstrument aktuell bei 200 Euro notiert, beträgt: (200 Euro – 100 Euro) : 5 = 20 Euro.

Optionsscheine mit positivem inneren Wert liegen im Geld, solche mit negativem inneren Wert aus dem Geld. Beträgt der innere Wert genau oder fast genau Null, so notiert der betreffende Schein am Geld.

Im Geld

Ausdruck bei Optionsscheinen mit innerem Wert. Im Geld sind Kaufoptionsscheine, wenn der aktuelle Kurs des Basisinstruments über dem Basispreis liegt, und Verkaufsoptionsscheine, wenn der Basispreis über dem aktuellen Kurs des Basisinstruments liegt.

Europäisches Optionsrecht

Im Gegensatz zum amerikanischen Optionsrecht sieht das europäische die Ausübung einer Option oder eines Optionsscheins nur zu einem bestimmten Zeitpunkt vor, der in der Regel am Ende der Laufzeit liegt.

Dieser Nachteil fällt bei der Wertberechnung des Optionsrechts ins Gewicht. Ein Anleger am Optionsscheinmarkt sollte sich also vergewissern, ob die in Frage kommenden Scheine mit europäischem oder – wie die weitaus meisten der in Deutschland gehandelten Scheine – mit amerikanischem Optionsrecht ausgestattet sind.