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Wertpapier

Sammelbezeichnung für Urkunden, die ein Vermögensrecht derart verbriefen, dass dieses Recht ohne die Urkunde weder geltend gemacht noch übertragen werden kann. Börsenfähige Wertpapiere werden Effekten genannt.

Wertpapiere werden unterschieden in sachenrechtliche Wertpapiere (z.B. Hypotheken), schuldrechtliche Wertpapiere (z.B. Wechsel), und Mitgliedschaftspapiere (z.B. Aktien), wobei es auch Mischformen gibt (z.B. Optionsanleihen).

Ferner unterscheidet man Wertpapiere nach der Art der Übertragbarkeit in Inhaber-, Namens- und Orderpapiere. Nach Art der verbrieften Forderung werden Geld- und Warenpapiere unterschieden. Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die zwischen Gläubigerpapieren (z.B. Anleihen) und Teilhaberpapieren (z.B. Aktien).

Wertpapierdarlehen

Bezeichnung für ein Darlehen, das eine Bank dem Kunden zum Zweck des Erwerbs von Wertpapieren gewährt. Die Wertpapiere dienen zur Besicherung des Darlehens, wobei die Beleihungsgrenze bei Aktien meist bis zu 60 Prozent, bei festverzinslichen Wertpapieren erstklassiger Bonität bis zu 80 Prozent des Kurswerts reicht.

Wird die Beleihungsgrenze unterschritten, so kann die Bank vom Kunden eine Zuzahlung (Nachschuss) fordern. Ziel des Kunden ist es, mit den gekauften Wertpapieren einen Ertrag zu erzielen, der die Aufwendungen aus Darlehenszinsen und Spesen deutlich übertrifft.

Der Wertpapierkauf auf Kredit kann allerdings auch sehr teuer werden: Geht die Rechnung des Kunden nicht auf, so hat er neben den Kursverlusten auch die Kosten für das Darlehen zu tragen.

Cum

Vom lateinischen Wort für „mit“ abgeleitete Bezeichnung für Wertpapiere mit beigefügten Zins-, Dividenden- oder Optionsscheinen. Bei Optionsanleihen unterscheidet man zum Beispiel zwischen Papieren „cum Warrant“, also mit Optionsschein(en) und „ex Warrant“, bei denen die Scheine bereits abgetrennt wurden und separat von der Anleihe als eigenständige Wertpapiere gehandelt werden.

Tenderverfahren

Verfahren zur Platzierung einer Emission festverzinslicher Wertpapiere am Kapitalmarkt. Es zeichnet sich durch Flexibilität aus, bei Festlegung der Emissionsbedingungen spielt die jeweils aktuelle Marktlage, ausgedrückt durch die Nachfrage seitens potentieller Käufer, eine herausragende Rolle.

Umlaufrendite

Aktuelle Rendite im Umlauf befindlicher festverzinslicher Wertpapiere im Gegensatz zur Emissionsrendite.