Thomas Kristan Das Risiko zu scheitern ist nicht größer als die Chance zu gewinnen!

22Jan/090

Gold gab ich für Eisen

Um den Krieg gegen Napoleon zu finanzieren apellierte Prinzessin Marianne im Jahre 1813 an alle Frauen in Preußen, ihre Eheringe aus Gold gegen solche aus Eisen einzutauschen – mit der Aufschrift „Gold gab ich für Eisen“. 1914 tauschten unsere Urgroßeltern schon nicht mehr so ganz freiwillig Geld und Gold gegen Staatsanleihen - die schnell zu Asche zerfielen. Es folgte eine Hyperinflation, die Papiergeld so wertlos machte wie die Zeitung von gestern.

Der Blick auf jene düsteren Zeiten relativiert unser Kriesengerede von heute. Wie viele Tränen sind schon zwei Prozent negatives Wirtschaftswachstum wert? Bisher sind Krisensitzungen, schnell aufgespannte Rettungsschirme, bunt gezimmerte Konjunkturpakete und eine monströse Staatsverschuldung eher Thema für nette Talkrunden bei Anne Will oder Maybrit Illner.

Gold gab ich für Eisen

Aber was passiert wirklich mit unserem Geld, wenn die Staatsverschuldung in nie da gewesene Dimensionen ansteigt? Noch freuen wir uns über sinkende Preise für Energie und Lebensmittel. Faktisch eine Deflation. Am langen Ende wird sich die Staatsverschuldung allerdings nur noch durch Geldentwertung vermindern. Was jetzt kurzfristig und mit aller Macht an frischer Liquidität in die Märkte gepumpt wird, bildet den Grundstein für eine massive Inflation.

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