Die Mangostanbaum ist ein immergrüner Laubbaum und stammt ursprünglich aus Malaysia. Heutzutage wird der Baum in allen Tropenzonen der Welt kultiviert. Bedeutende Anbauregionen gibt es in Indonesien, Philippinen, Thailand, Mittelamerika, Brasilien und nicht zuletzt in Malaysia. Selbst in Australien wurden Mangostanbäume eingeführt.

Der tropische Baum (etwa 25 m hoch) bringt eine wunderbar schmeckende Frucht hervor, die sogenannte Mangostanfrucht. Unter der lederartigen, purpurroten Schale dieser tomatengroßen Frucht, sitzt das weiße, saftige Fruchtfleisch. Das Fruchtfleisch ist in einzelne Segmente aufgeteilt und lässt sich nach öffnen der etwa 6 bis 9 mm dicken Schale leicht heraustrennen.

Die Mangostanfrucht kann mit und ohne Schale verzehrt werden. Das weiße Fruchtfleisch hat einen angenehm säuerlichen Geschmack, der sich zwischen Ananas und Pfirsich bewegt. Wird die gesamte Frucht, also Fruchtfleisch und Schale verzehrt, wurde die Mangostanfrucht meistens zu Püree verarbeitet. Die Frucht ist reich bepackt mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Balaststoffen. Und gerade die Schale birgt einen reichhaltigen medizinischen Schatz in sich.
Aus der Schale stellt man einen Tee mit starker antibakterieller Wirkung her. Aufgrund von natürlichen Xanthone (Antioxidantien), sagt man dem Mangostantee ein Anti-Aging-Effekt nach. Die traditionelle Heilmedizin Südostasiens setzt Mangostan zur antibiotischen und antiparasitischen Behandlung bei Wunden, Tuberkulose, Malaria und anderen Infektionen ein. Die Mangostanfrucht besitzt schmerzhemmende Eigenschaften und lindert Hautkrankheiten.

Der Mangostanbaum ist extrem klimaempfindlich und toleriert keine Temperaturen unter 4 Grad Celsius. Daher findet der großflächige Anbau grundsätzlich nur südlich des 20. Breitengrades statt. Alle Versuche, Mangostanbäume nördlich des 20. Breitengrades anzupflanzen, sind bisher fehlgeschlagen. Die erste Ernte kann etwa 7 bis 9 Jahre nach der Pflanzung erfolgen und manche Bäaume tragen bis zu 100 Jahre lang Früchte.

Die Mangostanfrucht muss von Hand geerntet werden. Die durchschnittliche Ausbeute eines ausgewachsenen Baumes beträgt etwa 500 Früchte, an besonders ertragreichen Exemplaren können es aber auch bis zu 5000 Früchte sein. Der Mangostanbaum ist einer der wenigen Bäume, die im Kulturanbau keine Schädlingsbekämpfungsmittel benötigen.

In Thailand wird die „Queen of the fruits“ das ganze Jahr über geerntet. Doch die Hauptsaisson für die Magostan ist Mai und Juni. Für die leckeren Früchte bezahlt man dann 20 oder 25 Bath je Kilogramm. Umgerechnet also um die 40 bis 50 Cent pro Kilo.
Hier in Deutschland werden Mangostan-Säfte für teures Geld angeboten. Natürlich berufen sich halbseidene Vertriebsprofis auf die asiatische Heilkunde und versprechen ihren Kunden das Wundermittel für alles und gegen alles. Mit einer Drei-Monats-Kur für diese Säfte, ließe sich genauso ein Linienflug von Deutschland nach Thailand finanzieren.