Thomas Kristan Das Risiko zu scheitern ist nicht größer als die Chance zu gewinnen!

13Aug/110

Gute Gründe für iPhone-Gegner

Für alle Handyhersteller gilt, kündigt sich ein neues Modell an, dann verfällt der Preis für das Vorgängermodell. Alle Hersteller? Nicht so bei Apple. Das iPhone 4, ohne Vertragsbindung, kostet selbst zum heutigen Tag stolze 600 Euro. Dabei steht das Apple iPhone 5 bereits in den Startlöchern. Natürlich, das iPhone ist cool und dieses Smartphone besitzt einen unvergleichlichen Kultstatus. Doch es lassen sich durchaus gewichtige Gründe finden, um auf ein anderes Smartphone auszuweichen. Der Anschaffungspreis ist ein Argument, technische Details liefern weitere Argumente.

Gleich welche Marke, jedes Smartphone hat bei ordentlicher Nutzung einen hohen Stromverbrauch. So ein Gerät muss jeden Tag ans Netz zum Aufladen. Ein zweites Akku kann schon mal eine Stromladung überbrücken, im Flugzeug zum Beispiel. Nicht so beim iPhone und kein anderer Hersteller kommt auf so eine krumme Idee, die Batterie fix einzubauen. Wenn die Akkuleistung den Zenit (so nach 1000 Ladevorgängen) überschritten hat, dann wird es für iPhone-Besitzer richtig teuer. Akku und Service lässt sich Apple – wie immer – fürstlich bezahlen.

Jedes noch so billige Handy taugt als mobiler Massenspeicher. Das iPhone jedoch nicht. Ohne zusätzliche Software (iTunes) bringt man keine Minute Musik auf seinen Apple. Verbunden mit einen Rechner, lassen sie beim iPhone lediglich Fotodaten auslesen. Schreibrechte gibt es gar nicht erst, Apple wird genau wissen warum. Apropos Software: Das iTunes ist für Windows-Anwender die Hölle, da geht nichts mehr mit einfachen Kopieren und Einfügen. Apple geht auch hier seinen eigenen, wenig flexiblen, Weg.

Nicht anders verhält es sich beim iPhone mit Flash und Java: Jedes 0815-Handy kommt mit Java zurecht und sei es lediglich für ein Spielchen. Aber Apples Safari-Browser (der nicht schlecht ist) lässt Flash- und Java-Webseiten aus dem Internet links liegen. Da macht surfen mit dem Smartphone beschränkt Spaß. Und die von Apple vielfach gepriesene Push-Technologie ist ein Flop. Der Nutzer wird über eine eingehende Nachricht informiert, ohne das ein Programm auf dem Smartphone läuft. Doch damit Push funktioniert, muss eine permanente Verbindung zwischen iPhone und Anbieter-Server bestehen. Das kostet wertvolle Batterieleistung und dem App-Anbieter bares Geld.

Die Push-Technik ist ohnehin nur ein Krücke, weil das iPhone kein Multitasking beherrscht, zumindest wenn es sich nicht um Apple-Software handelt. Wie cool ist das denn? Im Messenger eingeloggt, um etwas im Internet checken zu können, erst im Messenger ausloggen, eine Runde surfen, Surfen beenden um zurück in den Messenger loggen. Muss man bei einen 600 Euro teuren Handy so sehr an technischen Ressourcen sparen?

veröffentlicht unter: Wissen keine Kommentare
12Aug/112

Kleinvieh macht auch Mist

Günstiger Preis, nicht zuletzt damit werben die großen Fachmärkte in Sachen Unterhaltungselektronik. Sprüche wie zum Beispiel „Geiz ist geil“ sind uns schon längst in Fleisch und Blut über gegangen. Solche Märkte verdienen an hochwertigen Produkten - in der Regel - ganz normale zweistellige Margen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Interessant finde ich allerdings die Kalkulationen beim Zubehör: Hier werden Handelsspannen von 1000 Prozent und mehr kalkuliert. Akkus, Handyhüllen, Ohrhörer oder simple Verbindungskabel. Pfennigartikel aus China mutieren im stationären Fachhandel zu „Gold“. Eine simple USB-Verbindung zum Beispiel, bei eBay für 2,00 Euro inklusive Versand erhältlich, kostet offline saubere 9,90 Euro. Das macht dann mal eben schlappe 500% Preisunterschied aus. Solche Kabel werden in China für 20 Cent pro Stück eingekauft.

veröffentlicht unter: Ratgeber Geld 2 Kommentare
12Aug/110

Turnaround?

Das ist so eine Sache mit der Geldanlage. Steigen die Kurse, kann man sich in seiner Sucht nach noch mehr Profit kaum zügeln. Brechen die Kurse ein und fallen – wie in diesen Tagen – ins Bodenlose, kann man sich nicht vorstellen, dass die Kurse auch wieder steigen könnten. Zumeist verpassen private Kleinanleger den Einstieg. Das Grundproblem der Geldanlage bleibt, das man den richtigen Zeitpunkt der Wende kaum erwischt.

Nach einen Aktiencrash, verteilt über gut zwei Wochen, drängt sich nun die Frage auf, ob es sich schon wieder lohnt, auf ein Turnaround zu spekulieren. Ich halte so einige Unternehmen für unterbewertet. Klar, eine solche Wette auf die Wende geht nicht ohne Risiko ab. Doch wer etwas Spielgeld übrig hat, kann jetzt den einen oder anderen Deal machen, der sich in Zukunft auszahlen wird.

veröffentlicht unter: Aktien & Börse keine Kommentare
11Aug/110

Der Gold-Crash ist vorprogrammiert

Krise wie aus dem Lehrbuch: Aktien verlieren und der Preis für die Feinunze Gold steigt auf 1.800 US-Dollar. Und jetzt gebe ich an dieser Stelle ein Versprechen ab: Der nächste Crash für Investoren ist vorprogrammiert. Denn charttechnisch gesehen hat der Preis für das gelbe Metall eindeutig den längerfristigen Aufwärtstrend verlassen. Nach oben! Quasi schießt der Goldpreis durch die Decke. Es ist völlig unerheblich, ob sich ein Kurs massiv nach oben (aktuell Gold) oder massiv nach unten (aktuell Aktien) bewegt, es gibt kaum ein deutlicheres Zeichen für eine Übertreibung.

Leider lässt sich der Zeitpunkt weder für ein Crash, noch für eine Übertreibung exakt prognostizieren. Panik und Gier lösen eine Eigendynamik aus, bei der die ordentliche Analyse passen muss. Das war in der vergangenen Tagen am Aktienmarkt nicht zu übersehen. Insider haben nur noch mit den Köpfen geschüttelt. Keine Frage, geht die Krise weiter wie bisher, dann wird Gold schon bald die 2.000-Dollar-Marke knacken. Und wenn nun ein wenig Besonnenheit in die Politik einkehrt? Die Möglichkeit ist nicht ganz ausgeschlossen. Oder? Natürlich, die aktuelle Krise ist morgen noch lange nicht vorbei und auch nicht übermorgen.

Doch mit jedem Dollar, den der Goldpreis weiter zulegt, wächst die Crash-Gefahr: Bevor die Masse der Anleger das begreift, haben Profis ihre Positionen schon auf den Markt geworfen. Der Kurs taucht ab und gerade die Investoren, die jetzt noch in Panik Gold kaufen, müssen dann ebenfalls ihre Verluste begrenzen. Die gleichen Panik-Investoren, die zuvor aus den Aktien geflohen sind, treten erneut die Flucht an. Der Kurs taucht noch weiter ab und erfasst schließlich die Massen. Und vielleicht ist schon bald in der BILD-Zeitung zu lesen: Die Jahrhunderthausse in Gold ist vorbei, verkaufen Sie jetzt ihre Goldbestände und investieren Sie in Aktien!

Noch besteht kein Grund zur Panik, aber Vorsicht ist angebracht. Kluge Anleger bleiben in Übertreibungsphasen investiert, bis klare Verkaufssignale entstehen. Und ein guter Rat am Schluss: Gold ist nur ein gelbes Metall, dessen mystische Bedeutung eine höhere Bewertung erfährt, als der industrielle Nutzen. Schwächen sich die Krisenszenarien ab, ist ein Kurseinbruch wahrscheinlich und diesen sitzen kluge Anleger besser nicht aus. Der Goldpreis könnte tiefer stürzen, als in diesen Tagen gedacht.

veröffentlicht unter: Aktien & Börse keine Kommentare
10Aug/112

Apple vs. Exxon

Zur Zeit bieten Apple und Exxon den Investoren ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das größte börsennotierte Unternehmen an. Der iPhone-Hersteller hatte zwischenzeitlich den Ölkonzern überholt. Beide Firmen bringen es auf eine Marktkapitalisierung von derzeit rund 339 Milliarden Dollar.

Ein aktuellen Vergleich:

Bayer
37,23 Milliarden Euro
53,39 Milliarden US-Dollar

BMW
37,18 Milliarden Euro
53,32 Milliarden US-Dollar

Deutsche Bank
28,88 Milliarden Euro
41,42 Milliarden US-Dollar

Deutsche Telekom
40,70 Milliarden Euro
58,37 Milliarden US-Dollar

Daimler
41,45 Milliarden Euro
59,44 Milliarden US-Dollar

Siemens
67,87 Milliarden Euro
97,33 Milliarden US-Dollar

Volkswagen
49,43 Milliarden Euro
70,89 Milliarden US-Dollar

Mit anderen Worten, der Technologiekonzern aus Amerika wird fast doppelt so hoch bewertet, wie die gelistete deutsche Automobilindustrie, also BMW, Daimler und Volkswagen zusammen. Dabei verdienten die drei Autokonzern im abgelaufenen Quartal rund 14 Milliarden Euro. Apple erwirtschaftet im gleichen Zeitraum einen Gewinn von 7,3 Milliarden US-Dollar, etwa 5 Milliarden Euro. Kleine Erinnerung am Rande: 1996 stand Apple praktisch vor der Pleite.

veröffentlicht unter: Aktien & Börse, Unternehmen 2 Kommentare
9Aug/112

Dax im freien Fall

Ich beschäftige mich nicht erst seit gestern mit der Börse, doch so langsam bleibt mir die Spucke weg: Eine Nervosität in den Märkten, die ihresgleichen in der Börsengeschichte sucht. Zum Handelsbeginn schoss der Deutsche Aktienindex um bis zu 1,7 Prozent nach oben, um dann heftig abzustürzen. Das bisherige Tagestief lag bei 5.502 Punkten, was einem Tagesminus von 7,1 Prozent entspricht. Inklusive des aktuellen Verlusts von rund fünf Prozent hat der Dax seit Beginn der Turbulenzen verheerende 24,5 Prozent an Wert verloren.

Der Tag ist noch lange nicht zu Ende.

13:00 Uhr
Die Verkaufslawine an den internationalen Aktienmärkten ebbt vorerst etwas ab. Nach den dramatische Verlusten am Vormittag, grenzen die Indizes ihre Verluste mittlerweile wieder deutlich ein. Alles wartet auf den Handelsbeginn an den US-Börsen und die Fed-Sitzung am Abend. Das hysterische Verhalten an den Märkten ist keinesfalls mit wirtschaftlichen Faktoren vollständig zu erklären. Es zeigt lediglich das verloren gegangene Vertrauen in die Politik, die Banken und die Rating-Agenturen.

18:00 Uhr
Mit diesem Tag verbucht der Dax den zehnten Tagesverlust in Folge. Verwirrender war ein Börsentag selten: Unter hohen Schwankungen tastete sich der deutsche Leitindex aus dem Tagstief (5.502 Punkte) wieder zurück nach oben, um mit 5.917 Punkten zu schließen. Die Erholung ist alleine der Wall Street zu verdanken. Seit Beginn der Turbulenzen - am 27. Juli - verlor der DAX 19,5 Prozent an Wert. Zum Vergleich: Nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008 brach der DAX innerhalb von zwei Wochen um 29,6 Prozent ein. Ähnlich heftige Verluste nach dem Anschlag vom 11. September, hier verlor der DAX binnen drei Wochen 35 Prozent an Wert.

veröffentlicht unter: Aktien & Börse 2 Kommentare