Die optimale Geldanlage gibt es nicht. Entscheidend sind vielmehr die subjektiven Vorstellungen und Ziele, die der einzelne Anleger hat, der das Geld anlegen will. Folgende Anlageziele bestimmen die Vor- und Nachteile einer Geldanlage:

Sicherheit

Die Sicherheit einer Geldanlage hängt von den Risiken ab, denen sie unterworfen ist. Das Risiko soll als Gefahr verstanden werden, möglicherweise Verluste durch wirtschaftliches Handeln zu erleiden. Für viele Investoren hat die Sicherheit der Geldanlage einen zentralen Stellenwert. Zur Risiko-Absicherung können in der Praxis verschiedene Strategien eingesetzt werden. Als Anleger sollte man nie vergessen: Hohe Renditen werden grundsätzlich mit hohen Risiken bezahlt.

Rentabilität

Die Rentabilität einer Geldanlage richtet sich nach den Erträgen und nach den Kosten, die sie verursachen. Unterscheiden lassen sich vertraglich fest vereinbarte Erträge wie Mieten oder Zinsen, variable Erträge wie Dividenden, staatliche Zuwendungen wie Prämien oder Steuergutschriften, sowie Kurs- und Veräußerungsgewinne.

Steuern

Die Besteuerung der Geldanlage und ihrer Erträge ist bei allen Anlageentscheidungen zu bedenken. Steuerersparnis kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Anlageziel sein. Allerdings werden Geld- und Vermögensanlagen vom Staat auf verschiedene Weise erfasst und belastet. Steuern auf Ertrag (Dividende, Zinsen, Spekulationsgewinne), Steuern auf Eigentum (Grundsteuer) oder Steuer beim Erwerb bzw. bei der Veräußerung (Grunderwerbsteuer, Erbschaftsteuer). Der deutsche Fiskus besteuert seine Bürger nach dem Prinzip „Welteinkommen“, d.h. alle Erträge sind, unabhängig davon, wo sie angefallen sind, steuerpflichtig.

Liquidität

Die Liquidität einer Geldanlage richtet sich nach der Möglichkeit, die Anlage in Bargeld umzuwandeln. Eine Anlage ist umso liquider, je schneller und einfacher sie in Bargeld transferiert werden kann. Viele Geldanlagen kann man nicht verkaufen, gerät man zum Beispiel in Geldnot oder in eine völlig neue Lebenssituation.

Ein Verkauf ist grundsätzlich immer nur bei Wertpapieren und Immobilien möglich. Spareinlagen oder Kapitallebensversicherungen kann man nur kündigen, im Notfall beleihen. Aktien hingegen werden an der Börse notiert und können dort täglich und weltweit verkauft werden. Ähnliches gilt für börsennotierte Anleihen. Der Verkauf von Immobilien erfordert hier wesentlich mehr Aufwand.

Zielkonflikte des Anlegers

Sicherheit, Rentabilität, Steuern und Liquidität stehen in einem Spannungsverhältnis zueinander. Sie lassen sich fast nie bei einer Anlageform gleichzeitig erreichen. Zwischen den Zielen besteht eine Wechselwirkung: Hohe Renditen lassen sich nur durch Geldanlagen mit hohen Risiken erzielen. Sicherheit muss mit einem Verlust an Rentabilität erkauft werden. Langfristige Geldanlagen bringen i.d.R. höhere Renditen als kurzfristige Anlagen. Steuerbegünstigte Anlagen sind mit sehr langen Bindungsfristen verbunden. Jeder Anleger muss daher Prioritäten setzten, d.h. für seine Anlage eine Rangordnung dieser Ziele festlegen.